Serge-Philippe Raux-Yao netzte in der 13. Minute per Kopf ein, Nenad Cvetkovic legte in der 35. Minute das 2:0 nach einem kurz abgespielten Eckball nach. Und Petter Nosa Dahl setzte in der 82. Minute den 3:0-Schlusspunkt.
Doch Cvetkovics Treffer zum 2:0 warf Fragen auf. Schiedsrichter Alain Sadikovski entschied nämlich bei einem Schuss von Yusuf Demir auf Eckball. WAC-Keeper Lukas Gütlbauer soll noch mit den Fingerspitzen am Ball gewesen sein – wohl eine Fehlentscheidung, wie die Reaktion der Wolfsberg-Spieler auf dem Rasen und die Flugkurve des Balles zeigten.
Ein derartig falsch gegebener Eckball könnte eigentlich vom VAR schnell korrigiert werden, wenn die TV-Bilder eindeutig eine falsche Entscheidung zeigen. Doch die beiden Zeitlupenbilder, die während der Liveübertragung zu sehen gewesen waren, gaben diese eindeutige Aufklärung wohl nicht her.
"Es war kein Eckball. Ich habe ihn gefragt, ob es einer war. Er hat gesagt, er schwört, dass er ihn nicht berührt hat", erzählte Wolfsbergs Abwehrmann Simon Piesinger nach dem Spiel bei "Sky", dass er bei seinem Torhüter nachgefragt hatte. Genau das habe er auch dem Unparteiischen gesagt. Dieser habe geantwortet, dass die Situation überprüft werde. "Aber sie haben es anscheinend nicht gecheckt. Keine Ahnung", zuckte Piesinger mit den Schultern. Es sei "auf dem Feld ersichtlich" gewesen, dass es kein Corner war, meinte Piesinger. "Fernsehen ist wurscht, der Schiedsrichter muss es sehen", legte er nach.
Gleichzeitig erklärte der WAC-Spieler aber ebenso: "Man muss auch sagen: Wir haben es dann schlecht verteidigt." Das sah auch Trainer Thomas Silberberger genau so. "Wir haben ja genau gewusst, was kommt, und wir haben schlecht verteidigt", sagte der Coach.
Die Schiedsrichterleistung von Sadikovski war ohnehin umstritten gewesen. Denn der Referee hatte auch kurz vor der Pause dem späteren Torschützen Dahl eine Gelbe Karte für eine vermeintliche Schwalbe gezeigt – ebenso strittig. Rapids Sport-Geschäftsführer Markus Katzer sah da sogar ein Elfmeterfoul.