"Hätten’s auf Maps geschaut…"

Mann kriegt wegen "falscher" Hausnummer kein Papa-Geld

Ein Steirer zieht vor Gericht, weil ihm der Papamonat nicht ausbezahlt wurde. Der Grund: unterschiedliche Adresszusätze von ihm und seiner Frau.
Von
10.05.2026, 14:09
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Skurrile Behördenposse um nicht ausbezahltes Papa-Geld in der Steiermark: Christian H. aus Fürstenfeld wollte nach der Geburt seiner Tochter im vergangenen November den sogenannten Papamonat in Anspruch nehmen.

Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, wurde dem Mann der Familienzeitbonus der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) nun verweigert. Der Grund könnte österreichischer nicht sein – ganz nach dem Motto: Vurschrift ist Vurschrift: Die ÖGK argumentiert, dass alle Familienmitglieder denselben Hauptwohnsitz gemeldet haben müssen, damit der Bonus verteilt werden könne.

Der Mann und seine Gattin würden jedoch nicht an derselben Wohnadresse wohnen. Tatsächlich wohnt H. jedoch mit seiner Familie im selben Haus – nur die Meldeadressen von ihm und seiner Frau unterscheiden sich durch den Adresszusatz. Während er auf 6/1 gemeldet ist, sind seine Frau und Tochter unter 6/2 registriert.

"Hätten sie nur einmal auf Google Maps geschaut, hätten sie sofort gesehen, dass es ein Haus ist", ärgert sich der Betroffene. Warum es zwei Adressen gibt, ist indes unklar: "Die gibt es schon seit der Zeit meiner Eltern", erklärt der Vater. Fest steht: Es handelt sich um ein einziges Wohnhaus, das auch nur einen einzigen Haupteingang habe, wie ihm nun auch die Gemeinde bescheinigte.

Gericht entscheidet über Anspruch

"Es heißt immer, Väter sollen sich mehr einbringen. Und dann wird das so verkompliziert", ärgert sich der Vater im Gespräch mit der "Kleinen" und betont: "Natürlich leben wir zusammen, alles andere hätte ja keinen Sinn. Wir haben immer zusammengewohnt und sind ja auch verheiratet."

Dass er das Geld nicht ausbezahlt bekam, ließ er nicht auf sich sitzen und klagt jetzt die ÖGK. Der Fall wird nun bald vor dem Sozialgericht verhandelt. H. plant zudem, die Meldeadressen der Familie zusammenzuführen, um auch so den Anspruch auf den Papamonat-Bonus nochmals geltend machen zu können – der Ausgang ist allerdings ungewiss.

{title && {title} } , {title && {title} } 10.05.2026, 14:09
Jetzt E-Paper lesen