Politik

Van der Bellen spricht Klartext: Kein Deal mit Russland

Die Sanktionen gegen Russland wirken, Bundespräsident Alexander Van der Bellen ist daher überzeugt davon, dass man nicht einlenken sollte.

Tobias Kurakin
Bundespräsident richtet eine klare Botschaft an die Bevölkerung. Archivbild vom 20. Juli 2022.
Bundespräsident richtet eine klare Botschaft an die Bevölkerung. Archivbild vom 20. Juli 2022.
DIETMAR STIPLOVSEK / APA / picturedesk.com

Bundespräsident Alexander Van der Bellen macht seit Wochen kein Hehl daraus, dass er auf Konfrontation zu Russland geht. Obwohl er selbst in der Vergangenheit Wladimir Putin empfing, wird er derzeit nicht müde zu betonen, dass das Band zerrissen ist. Nun warnte das Staatsoberhaupt vor einem Deal mit Russland.

Kein Deal mit Russland

"All jene, die denken, dass wir uns mit Russland jetzt auf einen Deal einlassen sollten, dass wir die brutalen Angriffe ignorieren können, dass wir die Sanktionen aufheben sollen und dass wir in erster Linie auf uns selbst schauen sollen, die frage ich: Und wie lange wird der Deal mit Russland halten? Einen Winter? Wirklich so lang? Was dann?", sagte Van der Bellen bei einem Auftritt beim Internationalen Brucknerfest in Linz.

Österreich sei als neutraler Staat "jederzeit bereit, seine diplomatischen guten Dienste für Verhandlungen zur Verfügung zu stellen", betonte Van der Bellen zudem. Er geht jedoch davon aus, dass derzeit kein echtes Interesse vorherrschen würde, Verhandlungen aufzunehmen.

Der Bundespräsident beschwor die Österreicherinnen und Österreicher zudem auf schwierige Zeiten: "Was ist es mir wert, heute aufzugeben, damit meine Kinder und deren Kinder eine unabhängige, freie und friedliche Zukunft vor sich haben". Jeder müsse nun seinen Beitrag für den Frieden leisten.

Unterstützung bekam Van der Bellen von der zweiten Nationalratspräsidentin Doris Bures. Es brauche nun "keine leeren Ankündigungen und keine Propaganda". Man benötige "weniger Ich, mehr Ihr, weniger Egoismus, mehr Empathie". Etwas vorsichtiger formulierte der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer, der zuletzt auch die Sanktionen gegen Russland infrage gestellt hat. Die Politik und der Staat seien nun gefordert, "noch mehr zu tun", um den Wohlstand und soziale Ausgewogenheit in Europa zu erhalten.

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