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Vegane Ernährung würde die (Um)Welt retten

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:32

Wenn wir alle vegan wären, gäbe es keine Probleme mit der Ernährung der Weltbevölkerung. Österreichische Forscher publizierten im Fachjournal "Nature Communications" ihre Analyse von über 500 Zukunftsszenarien bis 2050, die sich mit der Ernährung der Weltbevölkerung und dem Naturschutz befassen.

Wenn wir alle vegan wären, gäbe es keine Probleme mit der Ernährung der Weltbevölkerung. Österreichische Forscher publizierten im Fachjournal "Nature Communications" ihre Analyse von über 500 Zukunftsszenarien bis 2050, die sich mit der Ernährung der Weltbevölkerung und dem Naturschutz befassen.

500 Zukunftsszenarien wurden überprüft. Könnte man mit ihnen die Weltbevölkerung ernähren und gleichzeitig die Wälder vor der Rodung retten? Der wichtigste Faktor dabei: Unsere Ernährungsgewohnheiten.

Ernährungsgewohnheiten

Würden wir uns alle ausschließlich von pflanzlichen Produkten ernähren, ginge es dem Planeten am besten. Auch wenn alle Vegetarier wären, könnte man noch immer 94 Prozent der Szenarien realisieren.

Je mehr Fleisch, desto schlechter

"Wenn wir das Ernährungsmuster der US-Amerikaner auf die ganze Welt übertragen, mit insgesamt sehr vielen Kalorien, einem hohen Fleischanteil und vielen hochverarbeiteten Lebensmitteln, ist nur mehr ein kleiner Teil (15 Prozent) realisierbar", so Forscher Karlheinz Erb gegenüber der "APA".

Denn je mehr Fleisch, desto intensiver muss die Landwirtschaft sein und umso schwieriger wird es, die Waldflächen zu schützen. Tierhaltung an sich ist dabei nicht ganz schlecht, man müsse sie nur in Gebieten weiden lassen, die für den Ackerbau ungeeignet sind.

Wenn man jedoch Tiere mit Ackerbauprodukten füttert, die der Mensch selbst auch essen könnte, gehe der Vorteil der Viehwirtschaft verloren, so Erb.

Schlechte Aussichten für Afrika

In großen Teilen Afrikas wird es mit der Prämisse "Keine Wälder mehr roden und trotzdem die Welt ernähren" Probleme geben. Selbst wenn man die Erträge auf bestehenden Ackerflächen maximieren könnte, würde es nicht für alle reichen. Entweder müsste man dann schützenswerte Gebiete landwirtschaftlich nutzen oder mehr Lebensmittel vom Weltmarkt investieren. Dies wiederum können sich ärmere Staaten nicht leisten.

Ebenfalls wichtig laut Forschern: Die weltweite Ernährungssicherheit hängt auch stark von fairem Handel ab, der sich stärker für Nachhaltigkeit und weniger für Profit interessiert.

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