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Vegetarismus als Diät

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:17

Vegetarier und Veganer aufgepasst! Wer ohnehin auf Fisch, Fleisch und Co. verzichtet, hat jetzt gute Karten, um die Kilos purzeln zu lassen. Der bloße Verzicht auf tierische Produkte soll dem lästigen Hüftspeck jetzt den Kampf ansagen. Doch was ist wirklich dran an der vegetarischen Diät?

Die Idee:

(Käse, Joghurt, etc.) aus. Gründe, für eine solche Änderung und Einschränkung des Essverhaltens, können moralischer, religiöser, ökologischer oder ernährungstechnischer Natur sein. Bei letzterem Motiv wird eine sehr fleischlastige Ernährung oft als Produzent von Übergewicht, hohem Cholesterinspiegel, Herzerkrankungen und unterschiedlichsten Krebsformen eingestuft. Eine gemüselastige und obstreiche Ernährung soll hier Abhilfe schVaffen und auch zu diätischen Zwecken eingesetzt werden. 

Die Methode:

Alle Formen der vegetarischen Ernährung basieren auf pflanzlichen Lebensmitteln. Es gibt zahlreiche Formen und Varianten des Vegetarismus, welche alle unterschiedliche Lebensmittel und Produkte aus-oder einschließen. 

Formen des Vegetarismus im Überblick

Ovo-lacto-vegetarische Kost

Hier werden Eier und Milchprodukte wie Käse, Joghurt, Schlagobers und Topfen in die Ernährung miteinbezogen. Auf Fisch und Fleisch wird jedoch verzichtet.

Lacto-vegetarische Kost

Hier werden nur Milchprodukte in den Nahrungsplan aufgenommen. Eier, Fisch und Fleisch sind hingegen tabu.

Ovo-vegetarische Kost

Bei dieser Form sind Eier erlaubt. Diese dürfen jedoch nicht befruchtet sein, da sonst ein Lebewesen durch den Verzehr zu Schaden kommen würde. Milchprodukte, Fisch und Fleisch stellen keinen Bestandteil des Ernährungsplans dar.

Streng-vegetarische Kost

Alle Lebensmittel tierischen Ursprungs sind verboten und werden gemieden. Das bedeutet, dass weder Fleisch, noch Fisch, Milchprodukte oder Eier auf den Teller dürfen. Auch Produkte und Stoffe, die aus geschlachteten Tieren hergestellt werden (Gelatine, Schmalz, etc.) werden nicht verzehrt. 

Frutarier

Frutarier streben eine Ernährung an, die lediglich auf pflanzlichen Produkten basiert und die Beschädigung von Pflanzen ausschließt. Die Ernte einer Karotte bringt demnach die Vernichtung der gesamten Pflanze mit sich und ist daher nicht mit der frutarischen Ernährungsweise vereinbar. Bei der Apfelernte wird die Ursprungspflanze hingegen nicht beschädigt und somit sind diese Früchte nicht bedenklich.

Pescetarier

Pescarier verzichten in ihrem Essverhalten zwar auch Fleisch, nehmen jedoch Fisch und Fischprodukte zu sich.

Pudding-Vegetarier

Hier meidet man Fleisch und Fisch, konsumiert jedoch hauptsächlich ungesunde Fertigprodukte und Süßes. Diese Ernährungsweise kann aufgrund des hohen Kaloriengehalts und der schädlichen, zuckerhaltigen und fettreichen Inhaltsstoffe zu Übergewicht und gesundheitlichen Risiken führen.

Teilzeit Vegetarismus/Flexitarismus

Gelegentlicher oder phasenweiser Fleischkonsum wird allgemein als Teilzeitvegetarismus oder Flexitarismus bezeichnet. Hier wird nur gelegentlich Fleisch gegessen.

Schlank durch eine vegetarische Lebensweise

Verzichtet man im Alltag auf Fleisch und/oder andere tierische Produkte, nimmt man automatisch mehr zu sich. Diese Form der Ernährung wird wiederum als förderlich für die Gesundheit und Vitalität des Körpers eingestuft. Je mehr Obst und Gemüse man isst, desto besser wird der Körper mit den darin enthaltenen Nährstoffen versorgt. Mangelerscheinungen sind in diesem Bereich daher nicht zu erwarten. Reduziert man durch die vegetarische Ernährungsform auch die täglich zugeführte Kalorienmenge, steht einem Gewichtsverlust nichts mehr im Weg.

ist, der wird aufgrund des hohen Kohlenhydratanteils keine überschüssigen Kilos loswerden. Intelligent kombiniert und ausgewogen konzipiert, kann diese Form der Ernährung jedoch durchaus einen diätischen Effekt haben.

Lesen Sie weiter: die Stärken und Schwächen der Diät

Stärken & Schwächen:

Die folgende Analyse erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, außerdem kommt es grundsätzlich auf die individuelle, körperliche und alters- und geschlechtsspezifische Verfassung des Diät-Willigen an. Die Diäten sind vorrangig für gesunde Menschen gedacht. Im Zweifelsfall sollte man immer einen Arzt konsultieren. 

Stärken:


GESUNDHEIT: Vegetarismus ist seit vielen Jahren ein kontroverses Thema. Ist diese Ernährungsform nun gesund, oder nicht? Hier scheiden sich die Geister der Ernährungswissenschaftler. Wie so oft kommt es auf die genaue Zusammenstellung des Ernährungsplans und die allgemeine Versorgung mit Nährstoffen an. Optimalerweise sollte es zu keinen Mangelerscheinungen durch den Verzicht auf bestimmte Lebensmittel kommen. Hier ist anzumerken, dass es auch bei einer Ernährung die Fisch und Fleisch inkludiert, zu Mangelerscheinungen kommen kann. Eine ausgewogene Ernährung, die dem Körper Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und andere Nährstoffe bietet, kann im Grunde nicht absolut ungesund sein. Fisch, Fleisch und Milchprodukte besitzen jedoch ebenso essentielle Inhaltsstoffe, die durch andere Nahrungsmittel ausgeglichen werden müssen. Bei besonders radikalen Formen des Vegetarismus äußern Mediziner jedoch durchaus Bedenken, was die gesundheitlichen Nebenwirkungen betrifft.


Schwächen:


WIRKUNG: Vegetarische Rezepte haben oft von Haus aus weniger Kalorien und können daher durchaus zur Gewichtsreduktion beitragen. Es gilt jedoch: Auch Vegetarier können sich ungesund ernähren und unter Gewichtsprobleme leiden.


Fazit:

Vegetarismus ist kein Freischein zur Traumfigur! Mit den richtigen Rezepten und Zubereitungstipps kann man kalorienreduzierte vegetarische Kost durchaus empfehlen. Inwieweit eine tatsächliche Gewichtsreduktion eintritt, hängt, wie auch bei anderen Diäten, von der Menge der konsumierten Kalorien ab. Der bloße Verzicht auf Fleisch, Fisch und Co. wird wohl nicht automatisch zum Wunschgewicht führen, denn auch auf Vegetarier warten süße Sünden und fettige Versuchungen.
Rezepte:

Literatur:

"Die vegetarische Kochschule." von Christel Kurz: 2010, Verlag: Christian Verlag, Seiten: 400.

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