Ein spontaner Städtetrip nach Venedig könnte ab 2027 deutlich teurer werden. Die italienische Lagunenstadt plant, die Eintrittsgebühr für Tagesgäste massiv zu erhöhen – von derzeit maximal 10 Euro auf bis zu 30 Euro an besonders gefragten Tagen.
Bisher zahlen Tagestouristen 5 Euro bei Frühbuchung und 10 Euro bei kurzfristiger Buchung. Diese Beträge seien mittlerweile für alle erschwinglich und würden ihre abschreckende Wirkung verfehlen.
Wie die Zeitung "Il Gazzettino" berichtet, erklärte Haushaltsreferent Michele Zuin, dass es der Stadt nicht um zusätzliche Einnahmen gehe. Ziel sei vielmehr, Besucher an Spitzentagen wie dem 1. Mai zu anderen Ausflugszielen zu bewegen.
Allein entscheiden kann Venedig über die Erhöhung nicht. Die Obergrenze ist gesetzlich festgelegt, und für eine Änderung braucht es die Zustimmung der Regierung und des Parlaments in Rom. Ab wann ein höherer Betrag gelten könnte, bleibt damit offen.
Neben dem Betrag könnte sich auch der Zeitraum ändern. 2026 galt der Zugangsbeitrag an 60 Tagen zwischen April und Juli. Die Stadt prüft nun, auch März und September einzubeziehen.
Nicht nur Tagesausflüge, auch Übernachtungen könnten teurer werden. Venedig plant, die Kurtaxe anzuheben.
Für Fünf-Sterne-Hotels könnte der Höchstbetrag von 5 auf 8 bis 9 Euro pro Nacht steigen. Die Kosten für die Steuerung der Besucherströme sollen damit die Touristen selbst tragen.