Die Behörden in Venezuela haben laut einem Vertreter vom US-Außenministerium damit begonnen, inhaftierte US-Bürger freizulassen. "Wir begrüßen die Freilassung inhaftierter Amerikaner in Venezuela", erklärte der US-Vertreter am Dienstag (Ortszeit). "Das ist ein wichtiger Schritt der Übergangsbehörden in die richtige Richtung", fügte er hinzu. Wie viele US-Bürger tatsächlich freikamen, ist vorerst nicht bekannt.
Bereits am vergangenen Donnerstag haben die Behörden in Venezuela damit angefangen, politische Gefangene freizulassen. Zuletzt wurden auch Spanier und Italiener aus der Haft entlassen.
Der Druck auf die venezolanische Regierung kommt von US-Präsident Donald Trump. Nachdem der linksnationale Staatschef Nicolás Maduro bei einem US-Militärangriff auf Venezuela am 3. Jänner gefangen genommen wurde, verkündete Trump, nun selbst "die Kontrolle" über das südamerikanische Land zu übernehmen.
Viele Familien stehen derzeit vor den Gefängnissen in Venezuela und warten darauf, dass ihre Angehörigen endlich freikommen. Menschenrechtsgruppen schätzen, dass dort zwischen 800 und 1200 Menschen aus politischen Gründen eingesperrt sind. Noch Ende des vergangenen Jahres wurden unter der Regierung von Maduro mehrere Oppositionelle festgenommen.