Fünf Tage nach dem Eingreifen des US-Militärs in Venezuela hat der Parlamentspräsident des südamerikanischen Landes die Freilassung zahlreicher Häftlinge verkündet – darunter auch ausländische Staatsbürger.
"Um die friedliche Koexistenz zu fördern, haben die bolivarische Regierung und die staatlichen Institutionen beschlossen, eine große Anzahl venezolanischer und ausländischer Staatsbürger freizulassen", sagte der Vorsitzende der venezolanischen Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, am Donnerstag vor Journalisten.
Die Freilassungen seien "bereits im Gange". Es handle sich um eine "unilaterale Geste der Regierung", ergänzte Rodríguez.
Laut der Nichtregierungsorganisation Foro Penal sitzen in Venezuela derzeit 806 Menschen aus politischen Gründen hinter Gittern. Alfredo Romero von Foro Penal nannte die von der Regierung angekündigten Freilassungen auf X eine "gute Nachricht". Seine Organisation versuche gerade herauszufinden, wer konkret freigelassen wurde.
Unter der Regierung von Staatschef Nicolás Maduro, der noch bis Ende 2025 im Amt ist, wurden in Venezuela mehrere Oppositionelle festgenommen. Im September hatten UNO-Experten ein noch schärferes Vorgehen gegen politisch unliebsame Personen im Land angeprangert.
US-Streitkräfte hatten in der Nacht auf Samstag bei einem Einsatz Ziele in Venezuela angegriffen und Staatschef Maduro sowie seine Frau Cilia Flores festgenommen und in die USA gebracht. Trump sagte nach der Festnahme, Venezuela stehe nun unter der Kontrolle der USA.