Gefahr durch Schnäppchen

Klimageräte: So erkennt du Fakes mit einem Blick

Viele günstige Klimageräte halten nicht, was sie versprechen. Worauf du beim Kauf achten solltest, erklärt die Verbraucherzentrale.
Heute Life
18.07.2026, 08:51
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Mit steigenden Temperaturen locken zahlreiche günstige Klimaanlagen mit schneller Abkühlung. Doch oft entpuppen sich diese Schnäppchen als Enttäuschung und bringen mehr Ärger als Erfrischung.

Gerade bei verlockenden Online-Angeboten rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zur besonderen Vorsicht. Energieexperte Ingo Wagner empfiehlt, sich vor dem Kauf genau über die Leistungsfähigkeit und Funktion der Geräte zu informieren, um böse Überraschungen zu vermeiden.

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Insbesondere Mini-Klimageräte sind problematisch: Sie schaffen es laut Verbraucherzentrale nie, einen ganzen Raum effektiv zu kühlen. Muss ein ganzer Raum gekühlt werden? Dann sollte das Gerät mindestens 60 Watt pro Quadratmeter Kühlleistung haben.

Bei Klimaanlagen sollte drauf geachtet werden, dass die entzogene Wärme mit einem Schlauch (Monoblock) oder einem separaten Anlagenteil (Split-Unit) nach außen transportiert wird, da die entzogene Wärme sonst im Raum bleibt.

Achte auf die wichtigsten Merkmale

Ein weiteres Risiko sind Geräte, die mittels Wasserverdunstung kühlen. Diese gelten technisch als Luftbefeuchter und können bei mangelnder Reinigung zur Bakterienschleuder werden. Legionellen und andere Keime können sich im stehenden Wasser schnell vermehren und über die Raumluft verbreiten.

Manche Gerätehersteller raten daher zu einem wöchentlichen Wassertausch und der Reinigung mit Essig oder Zitronensäure.

Seriöse Klimaanlagen arbeiten immer mit einer aktiven Wärmeabfuhr, etwa über einen Abluftschlauch oder eine separate Außeneinheit. Fehlen diese, ist der Kühleffekt praktisch nicht vorhanden.

Fakeshops und unseriöse Anbieter erkennen

Ein weiteres Problem sind zweifelhafte Online-Shops. Fehlende technische Daten, schlechte Übersetzungen oder ein unvollständiges Impressum weisen auf Fakeshops hin. Diese befinden sich oft im außereuropäischen Ausland, was spätere Reklamationen oder Rückgaben stark erschwert.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, vor dem Kauf genau auf die Angaben im Impressum und in den Geschäftsbedingungen zu achten. Zudem bietet die Organisation einen kostenlosen Fakeshopfinder an, um unseriöse Anbieter rasch zu entlarven.

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