Eine neue AK-Studie zeigt Differenzen von Prospekt-Angaben und Realverbrauch bei Angabne zum Spritverbrauch der Autos: Damit zahlen wir 900 Millionen Euro mehr pro Jahr an Spritkosten, das wären 438 Millionen Euro an Folgekosten für die Volkswirtschaft.
Erstmals liegen objektive Angaben über den realen Verbrauch der 30 zulassungsstärksten Pkw-Modelle am österreichischen Markt vor. Ergebnis: Egal ob Diesel oder Benziner: Die Verbrauchsangaben in den Prospekten von nahezu allen gängigen Automarken liegen weit entfernt von den realen Werten.
Die vorgestellte Studie zeigt ganz deutlich, dass seit dem Jahr 2000 die Schere zwischen den Sprit-Verbrauchsangaben der Autohersteller und dem realen Spritverbrauch immer weiter aufgegangen ist. Die Kluft ist bis zum Jahr 2013 auf 27 Prozent angewachsen. Wird nichts getan, steigt sie 2020 auf 48 Prozent an.
Erschreckend bei gesundheitsgefährdenden Stickoxidemissionen: Trotz neuer EU-Abgasnormen (Euro 4, 5 und 6) hat es bei den realen Diesel-Pkw-Emissionen in den letzten zehn Jahren keinen nennenswerten Rückgang gegeben: "Dass in den vergangenen Jahren die Schlupflöcher in den Prüfverfahren nicht beseitigt wurden, ist auch auf die starke Lobby der Autoindustrie in Deutschland und in Brüssel zurückzuführen", sagt die Leiterin der AK Abteilung Umwelt und Verkehr, Sylvia Leodolter.
Die Lobbyausgaben der Automobilkonzerne und ihrer Verbände in Brüssel werden insgesamt auf mehr als 18 Millionen Euro pro Jahr geschätzt. Strengere Abgaswerte und Kontrollsysteme seit den 90er Jahren wurden verhindert, verwässert und verzögert. „Nutzen wir jetzt die Debatte, um mit neuen verbindlichen und überprüfbaren Verfahren mehr Kostenwahrheit für die Konsumentinnen und Konsumenten, zu schaffen.“
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