29-Jähriger in U-Haft

Verfolgungsjagd endete fast tödlich: Nun ist Anklage da

160 Kilometer Flucht, kaputte Polizeiautos und ein Arbeiter in Lebensgefahr: Ein 29-Jähriger wurde jetzt wegen versuchten Mordes angeklagt.
Oberösterreich Heute
09.06.2026, 03:00
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Mit Vollgas durch zwei Bundesländer, beschädigte Polizeiautos und ein Arbeiter, der sich in letzter Sekunde retten konnte: Nach einer spektakulären Verfolgungsjagd auf der Westautobahn wird es für einen 29-jährigen Deutschen nun ernst – es gibt eine Anklage.

Der Mann soll sich am 9. Februar eine wilde Flucht mit der Polizei geliefert haben: Die Verfolgungsjagd begann in Wels und endete erst rund 160 Kilometer später im niederösterreichischen Altlengbach. Dort klickten schließlich die Handschellen.

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Zahlreichen Anhalteversuchen habe sich der 29-Jährige entzogen, mehrere Streifenwagen sollen während der Verfolgung beschädigt worden sein. Zudem soll der Lenker immer wieder versucht haben, Polizeifahrzeuge von der Fahrbahn zu drängen und damit Beamte sowie andere Verkehrsteilnehmer gefährdet haben.

Staatsanwaltschaft sieht versuchten Mord

Wie die "OÖN" berichten, soll sich allein der Schaden an den Einsatzautos auf mehr als 25.000 Euro belaufen. Besonders brisant sind aber die Vorwürfe rund um den Beginn der Flucht: Der Deutsche soll mit rund 150 km/h in einen Baustellenbereich gefahren sein und dabei beinahe einen Arbeiter erfasst haben. Der Mann konnte sich nur mit einem Sprung zur Seite retten.

Jetzt sind die Ermittlungen abgeschlossen und die Staatsanwaltschaft Wels hat Anklage wegen versuchten Mordes erhoben. Die Behörde geht davon aus, dass der 29-Jährige weder gebremst noch versucht haben soll, auszuweichen, als er auf den Arbeiter zufuhr.

Zahlreiche Anklagepunkte

Genau deshalb wird der Vorfall nicht bloß als gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr oder schwere Körperverletzung gewertet. Zusätzlich muss sich der Beschuldigte wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und mehrfacher versuchter schwerer Körperverletzung verantworten.

Dazu kommt mehrfache schwere Nötigung und Sachbeschädigung. Der Deutsche befindet sich aktuell noch in Untersuchungshaft. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung. Ein Prozesstermin steht noch aus.

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