"Skandalös": HC wettert gegen eigene Justiz

FPÖ-Vizekanzler Strache wetterte auf Facebook gegen das Urteil
FPÖ-Vizekanzler Strache wetterte auf Facebook gegen das UrteilBild: picturedesk.com

Nach dem Freispruch für zwei Asylwerber in einem Vergewaltigungsprozess in St. Pölten wettert der Vizekanzler gegen den Justizminister seiner Regierung.

Der Freispruch für zwei Asylwerber, denen vorgeworfen wurde, eine 15-Jährige in Tulln vergewaltigt zu haben, lässt die Wogen hochgehen - auch bei Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ). Am Mittwoch sparte Strache auf seiner offiziellen Facebook-Seite nicht mit scharfen Worten.

Das Urteil sei "skandalös und unerträglich", wetterte der Vizekanzler in dem Posting. "Was muss heutzutage passieren, damit die Justiz hart durchgreift?", fährt er fort. Den – nicht rechtskräftigen – Freispruch (im Zweifel bei einem Stimmenverhältnis von 2 zu 2) verstehe "niemand", so Strache.

Selbstjustiz gefordert

In einigen wütenden Kommentaren unter seinem Facebook-Posting wurde von Facebook-Usern sogar zur Selbstjustiz aufgerufen.

Urteil nicht rechtskräftig

Der Freispruch gegen die beiden 19-jährigen Asylwerber ist nicht rechtskräftig, da die Staatsanwalschaft Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil des Schöffensenats eingereicht hat. (red)

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