Politik

"Skandalös": HC wettert gegen eigene Justiz

Heute Redaktion
13.09.2021, 21:09

Nach dem Freispruch für zwei Asylwerber in einem Vergewaltigungsprozess in St. Pölten wettert der Vizekanzler gegen den Justizminister seiner Regierung.

Der Freispruch für zwei Asylwerber, denen vorgeworfen wurde, eine 15-Jährige in Tulln vergewaltigt zu haben, lässt die Wogen hochgehen - auch bei Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ). Am Mittwoch sparte Strache auf seiner offiziellen Facebook-Seite nicht mit scharfen Worten.

Das Urteil sei "skandalös und unerträglich", wetterte der Vizekanzler in dem Posting. "Was muss heutzutage passieren, damit die Justiz hart durchgreift?", fährt er fort. Den – nicht rechtskräftigen – Freispruch (im Zweifel bei einem Stimmenverhältnis von 2 zu 2) verstehe "niemand", so Strache.

Selbstjustiz gefordert

In einigen wütenden Kommentaren unter seinem Facebook-Posting wurde von Facebook-Usern sogar zur Selbstjustiz aufgerufen.

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Urteil nicht rechtskräftig

Der Freispruch gegen die beiden 19-jährigen Asylwerber ist nicht rechtskräftig, da die Staatsanwalschaft Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil des Schöffensenats eingereicht hat. (red)