Verhalten ändern, damit Testen & Tracing funktionieren

Experte Herwig Ostermann, Geschäftsführer von "Gesundheit Österreich"
Experte Herwig Ostermann, Geschäftsführer von "Gesundheit Österreich"HERBERT PFARRHOFER / APA / picturedesk.com
Nach dem Treffen der Experten folgte das Statement der Regierung zu den Spitalskapazitäten. Ostermann fordert die Bürger auf, ihr Verhalten zu ändern.

Aufgrund der stark steigenden Zahlen im Land hat die Bundesregierung am Donnerstag zu einer Runde mit Experten zur Ressourcenlage und den Intensivkapazitäten an Österreichs Spitälern eingeladen. Neben Bundeskanzler Sebastian Kurz nahmen an dem Treffen auch Vizekanzler Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober teil.

Nach dem Treffen der Expertenrunde folgte das Statement der Regierung(Kurz und Anschober) und den Experten Klaus Markstaller und Herwig Ostermann zu den Spitalskapazitäten.

Überlastung bei solchem Fortschreiten der Pandemie

Experte Herwig Ostermann, Geschäftsführer des Forschungsinstituts Gesundheit Österreich, erklärte, wie man zu den aktuellen Prognosen kommt. Er schildert, dass Intensivpatienten im Schnitt 12,5 Tage auf den Intensivstationen versorgt werden müssten. Durch die lange Behandlungszeit könne bei einem solchen Fortschreiten der Pandemie zu einer Überlastung kommen.

Er erklärte, dass sich aktuell zwar "nur" 250 Corona-Patienten auf Intensivstation befänden, aber, dass es "rasant mehr" werden. "Die Ereignisse der Vorwoche determinieren diese Woche", so Ostermann. Die Entwicklung der Zahlen passiere mit Verzug, erklärte der Experte.

Zudem sagte er, dass die Bürger nun ihr Verhalten anpassen müssten, damit die beiden Faktoren, die den Verlauf der Pandemie beeinflussen, wieder in Einklang gebracht werden können. Die Gesellschaft müsse ihre Verhaltensweise dahingehend ändern, damit Testen und Contact-Tracing als Maßnahme auch wieder gut funktionieren können.

Keine Engpässe bei Personal

Man wisse, dass die Intensivbetten allein aber nicht ausreichen, sondern auch das Personal eine auschlaggebende Rolle spielt. In diesem Kontext erklärte Gesundheitsminister Anschober, dass es derzeit noch keine Engpässe bei dem Personal in den Krankenhäusern gebe, die Möglichkeit aber besteht, dass sich die Situation zuspitzen könnte.

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