Warten auf Gerichtsurteil

Vermieter haut Theater raus – Künstler geben nicht auf

Die Künstler wollen sich nicht geschlagen geben: Der Hauseigentümer hat den Vertrag mit einem Theater gekündigt. Nun gibt es Neuigkeiten in der Causa.
Oberösterreich Heute
24.03.2026, 03:00
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Anfang Jänner großer Schock am Linzer Südbahnhofmarkt, wo sich die Tribüne befindet: "Der Vermieter will, dass wir ausziehen", berichteten die Theatermacher Cornelia Metschitzer und Rudi Müllehner. Der Mietvertrag sei "überraschend gekündigt" worden. Die Künstler wollten das nicht auf sich sitzen lassen und schalteten das Gericht ein.

Die Besitzergemeinschaft, der das Gebäude gehört, ging zunächst auf Tauchstation. Dann meldete sich ein Vertreter: Man habe den Kulturschaffenden einen Vertrag bis Mitte 2029 angeboten. Das hätten sie aber abgelehnt und einen Zehn-Jahres-Vertrag gewollt, was jedoch nicht möglich sei.

"Nicht kalkulierte Anwalts- und Gerichtskosten"

Um "die nicht kalkulierten Anwalts- und Gerichtskosten" stemmen zu können, wird am 10. Juni zu einem Benefizkonzert geladen: Müllehner steht als Liedermacher Raul auf der Bühne. Der Eintritt ist frei, man hofft auf viele Spenden, auch durch den Verkauf von CDs.

Außerdem geplant: eine Online-Petition für den Fortbestand der Tribüne. Nähere Infos dazu sollen demnächst auf der offiziellen Website und auf Social Media veröffentlicht werden.

Das Leitungsduo berichtet von einer fast vierstündigen Verhandlung, die am Montag vergangener Woche am Bezirksgericht Linz stattgefunden hat. Es sei um die Frage gegangen, ob der Vertrag für die Theaterräumlichkeiten ein Miet- oder ein Pachtvertrag ist. Eine Vereinbarung zur Miete würde die Betroffenen demnach vor der Kündigung schützen.

"Zeitnahes schriftliches Urteil"

Man warte auf das gerichtliche Protokoll, so Metschitzer und Müllehner. Sie gehen von "einem zeitnahen schriftlichen Urteil" aus.

"Das, was die Tribüne Linz heute ist, ist die Frucht unseres fast 25-jährigen Lebenswerkes, das wir zusammen mit unseren Teams unermüdlich und mit ganz viel Leidenschaft aufgebaut haben", betonen die beiden. "Niemand schreibt sich sein Lebenswerk mit einer einzigen Unterschrift weg und gibt alternativlos unbefristete Verträge auf."

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