Gericht eingeschaltet

"Überraschend gekündigt" – Kult-Theater vor dem Aus

Schock in der Kulturszene: Die Tribüne Linz, kleine feine Off-Bühne am Südbahnhofmarkt, steht vor dem Aus. Die Betreiber schalten nun das Gericht ein.
Oberösterreich Heute
08.01.2026, 04:00
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Den engagierten Theatermachern Cornelia Metschitzer und Rudi Müllehner steckt der Schock in den Knochen: "Der Vermieter will, dass wir ausziehen", teilen die beiden in einer Presseaussendung mit.

Auf "Heute"-Anfrage gibt sich Tribüne-Chefin Meschitzer bedeckt. Der Grund: Man habe einen Rechtsanwalt eingeschaltet, gehe gerichtlich gegen den drastischen Schritt vor und könne nur wenige Infos an die Öffentlichkeit geben.

Was ist passiert? Der Mietvertrag für das Objekt Eisenhandstraße 43 sei "überraschend gekündigt" worden, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme. Bereits Ende Juni sollen demnach die Räumlichkeiten, in denen sich die Bühne befindet, leergeräumt zurückgegeben werden.

Es wäre schade um die Tribüne, die bereits auf eine junge Tradition in der Landeshauptstadt zurückblicken kann: Aus der "bühne04" ohne fixe Spielstätte hervorgegangen, bespielt das Ensemble seit Herbst 2013 das Linzer Zentrum.

"Außergewöhnlich hohe Schülerzahl"

In dieser Zeit wurden bei knapp 1.800 Vorstellungen rund 150.000 Besucher begrüßt. Ein Schwerpunkt: kulturelle Vermittlung. In den vergangenen zwölf Jahren sei man auf "eine für ein freies Theater außergewöhnlich hohe Schülerzahl von über 66.000" gekommen, so Metschitzer und Müllehner.

Und weiter: "Wir sind sehr guter Dinge, dass alles gut ausgehen wird." Die bisherige Entwicklung sei so rasant und beglückend, dass nur ein Bild für die Zukunft möglich sei: "Dass es uns weiterhin gibt."

Besitzer auf Tauchstation

"Heute" hat mehrmals versucht, einen Vertreter der Besitzergemeinschaft zu erreichen, der das betroffene Gebäude gehört – ohne Erfolg. In den "OÖN" konterte er schließlich: Man habe den Betreibern einen Vertrag bis Mitte 2029 angeboten. Das hätten diese aber abgelehnt und einen Zehn-Jahres-Vertrag gewollt, was jedoch nicht möglich sei.

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