600 Stellen werden abgebaut

Paukenschlag! RTL stellt beliebte TV-Sendungen ein

Großer Umbruch bei RTL: Beliebte Formate stehen vor dem Aus, hunderte Jobs sind in Gefahr und der Sender stellt sich für die Zukunft radikal neu auf.
Heute Entertainment
07.01.2026, 11:47
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Neben dem bereits im Dezember angekündigten Abbau von 600 Stellen trifft der harte Sparkurs bei RTL nun auch das Programm, denn mehrere bekannte Sendungen stehen vor dem Aus.

Ausgerechnet im Promi-Segment setzt der Sender den Rotstift an. Die Magazine "Gala" bei RTL und "Prominent" bei VOX werden eingestellt, ebenso das Shortformat #VOXStimme.

"Gala" war seit 2022 samstags um 17.45 Uhr bei RTL zu sehen. Zuletzt führten Annika Lau und Janin Ullmann abwechselnd durch die Sendung.

Mit dem Aus von "Prominent" verschwindet zudem ein echtes Urgestein aus dem deutschsprachigen Fernsehen. Das Format lief seit 2006 und wurde im Laufe der Jahre von bekannten Gesichtern wie Nina Bott, Amira Aly und zuletzt Laura Dahm moderiert.

Ganz verschwinden sollen VIP- und People-Themen aber nicht. RTL plant, diese Inhalte künftig unter der Marke "Exclusiv" zu bündeln. Für Fans der Sendung gibt es sogar eine Ausweitung. Ab dem 17. Jänner 2026 soll "Exclusiv" sieben Tage die Woche bei RTL laufen.

Neues Nachrichtenformat

Auch im Nachrichtenbereich steht ein massiver Umbau bevor. Ab dem Frühjahr 2026 starten RTL und ntv von Montag bis Freitag zwischen 6 und 9 Uhr mit einem gemeinsamen Morgenprogramm.

In diesem neuen Format gehen die bisherigen Sendungen "Punkt 6", "Punkt 7" und "Punkt 8" auf. In der Primetime will sich RTL News künftig stärker auf investigative Inhalte wie "Team Wallraff" und "stern investigativ" sowie auf das Magazin "Extra" konzentrieren.

600 Stellen werden abgebaut

Die Folgen für die Belegschaft sind gravierend. Rund 230 Stellen sollen allein bei RTL NEWS wegfallen. Insgesamt plant RTL Deutschland den Abbau von 600 Jobs.

Bereits Anfang Dezember hatte der Konzern angekündigt, von insgesamt rund 7500 Stellen unternehmensweit 600 zu streichen.

Zur Gruppe gehören unter anderem RTL, VOX und ntv. Laut Sender sollen die Maßnahmen so sozialverträglich wie möglich umgesetzt werden, etwa durch Abfindungen und Altersteilzeit.

"Strategische Neuausrichtung"

Inga Leschek, Chief Content Officer von RTL Deutschland, spricht von einer strategischen Neuausrichtung. "Wir bündeln unsere journalistische Schlagkraft und investieren gezielt in digitale Strukturen sowie KI-gestützte Prozesse mit dem klaren Ziel, Qualitätsjournalismus für eine digitale Medienwelt nachhaltig weiterzuentwickeln", erklärt sie.

Gleichzeitig räumt Leschek ein, dass der Schritt schmerzhaft sei. "Dass Menschen, die mit großem Engagement zum Erfolg von RTL NEWS beigetragen haben, ihren Arbeitsplatz verlieren, bedauern wir zutiefst."

Hintergrund des Sparkurses ist vor allem der massive Rückgang der linearen TV-Werbeumsätze. Diese seien seit 2019 um mehr als 20 Prozent eingebrochen.

Fokus auf RTL+

Parallel dazu habe RTL Deutschland stark in den Ausbau des Streamingdienstes RTL+ investiert. Die Zahl der zahlenden Abonnenten stieg laut Sender von 0,8 Millionen Ende 2019 auf über sieben Millionen Ende 2025. Nun hofft das Unternehmen, dass RTL+ im kommenden Jahr erstmals profitabel wird.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 09.01.2026, 10:03, 07.01.2026, 11:47
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