Der Witwer der Schauspiel-Ikone erklärte gegenüber dem Magazin Paris Match, dass Brigitte Bardot vor ihrem Tod zwei Operationen wegen einer Krebserkrankung über sich ergehen lassen musste. "Sie hat die Eingriffe sehr gut vertragen", sagte d’Ormale. Die Krankheit habe ihr schließlich jedoch das Leben gekostet.
Bardot starb bereits am 28. Dezember in ihrem Haus in Saint-Tropez, wo sie sich seit dem Ende ihrer Filmkarriere Anfang der 1970er-Jahre zurückgezogen hatte. Eine offizielle Todesursache war bis jetzt nicht bekannt.
Am Mittwoch versammeln sich nun Trauernde in Bardots Heimatort zu einem Gottesdienst in der Kirche Notre-Dame de l’Assomption, anschließend erfolgt die Beisetzung auf einem Friedhof am Meer. Die Zeremonie soll bewusst schlicht gehalten werden, ganz im Sinne der Schauspielerin und ihrer lebenslangen Leidenschaft für den Tierschutz.
Politisch sorgt die Gästeliste jedoch für Aufmerksamkeit: Präsident Emmanuel Macron und seine Frau werden nicht anwesend sein. Stattdessen gilt Marine Le Pen, Vorsitzende des rechtsnationalen Rassemblement National, als ranghöchste politische Teilnehmerin. Bardots Ehemann war früher Berater von Le Pens Vater Jean-Marie Le Pen.
D’Ormale machte zudem klar, dass man ein staatliches Gedenken bewusst abgelehnt habe. "Wir haben der Regierung gesagt, sie sollen uns in Ruhe lassen", sagte er der Zeitung Le Parisien. Nationale Ehrungen seien "nichts für Brigitte" gewesen. Selbst die Ehrenlegion habe sie nie persönlich entgegengenommen.
Brigitte Bardot wurde mit Filmen wie "…und Gott schuf die Frau" zum Symbol der sexuellen Revolution der 1960er-Jahre. Ihr Einfluss auf Mode, Popkultur und Kino ist bis heute unbestritten.
Gleichzeitig polarisierte sie in späteren Jahren mit rassistischen und fremdenfeindlichen Aussagen. Bardot wurde mehrfach wegen Hassrede verurteilt, vor allem aufgrund von Äußerungen über Muslime. Linke Politiker hielten sich nach ihrem Tod mit Würdigungen zurück. Grünen-Abgeordnete Sandrine Rousseau kommentierte: "Sich um Delfine sorgen, aber gleichgültig gegenüber im Mittelmeer sterbenden Migranten sein. Welches Maß an Zynismus ist das?"
Unklar ist, ob Bardots einziger Sohn Nicolas-Jacques Charrier (65) an der Beisetzung teilnehmen wird. Er lebt in Oslo und wuchs bei seinem Vater auf. Das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn galt jahrzehntelang als schwierig, näherte sich aber zuletzt an.
Bardots Schwester Mijanou (87), ebenfalls ehemalige Schauspielerin, wird nicht aus den USA anreisen. In einem emotionalen Facebook-Posting schrieb sie: "Meine Brigitte, die ich mehr als alles andere geliebt habe, kennt nun das größte aller Geheimnisse. Möge sie bei unseren geliebten Tieren sein, damit sie nicht allein ist."
Bardot selbst hatte einst gesagt, sie wolle am liebsten im Garten ihres Hauses, gemeinsam mit ihren Tieren, begraben werden, um keinen "Ansturm von Idioten" auf die Gräber ihrer Familie zu verursachen. Nun findet sie dennoch ihre letzte Ruhe in St. Tropez.