Frankreichs First Lady Brigitte Macron war von massivem Cybermobbing betroffen. Online wurden bösartige Gerüchte über die Frau des französischen Staatschefs Emmanuel Macron verbreitet.
So wurde etwa behauptet, dass sie keine Frau, sondern ein Mann sei. Zudem wurde erzählt, dass es sich bei der First Lady um deren älteren Bruder Jean-Michel Trogneux handeln soll. Andere User äußerten sich negativ über den Körper der 72-Jährigen. Auch der große Altersunterschied zu ihrem Gatten war Thema.
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP hatte dies nun für zehn Personen ein juristisches Nachspiel. Bei ihnen soll es sich um acht Männer und zwei Frauen im Alter von 41 bis 65 Jahren handeln.
Dem Vernehmen nach befinden sich unter ihnen ein Börsenmakler, ein Sportlehrer, ein Kommunalpolitiker und ein Hellseher. Das zuständige Pariser Gericht betonte, dass die Kommentare der Angeklagten besonders erniedrigend, beleidigend sowie bösartig gewesen seien und auf falschen Behauptungen aufbauten.
Wie die "Bild" berichtet, reichten die Strafen von einem Kurs zur Sensibilisierung für Cybermobbing bis hin zu sechsmonatigen Bewährungsstrafen. Brigitte Macron selbst war bei dem Prozess nicht vertreten. Ihre Tochter Tiphaine Auzière betonte in der Verhandlung, dass sich der Zustand ihrer Mutter durch die Kommentare verschlechtert habe.
Reue zeigten die Beschuldigten dennoch keine. Einige sahen nicht einmal ein, warum sie auf der Anklagebank saßen. Ihre Kommentare seien lediglich ein Witz gewesen und als Satire zu verstehen.