Trotz Trump-Blockaden

16 Öltanker aus Häfen in Venezuela verschwunden

Mindestens 16 Öltanker, die wegen internationaler Sanktionen im Visier der USA stehen, sind aus venezolanischen Häfen verschwunden.
Newsdesk Heute
05.01.2026, 16:03
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Rätselhafte Bewegungen auf den Weltmeeren: Mehrere unter US-Sanktionen stehende Öltanker aus Venezuela sind laut einem Medienbericht plötzlich von den Radarschirmen verschwunden.

Wie die "New York Times" berichtet, sollen mindestens 16 Tanker, die in venezolanischen Häfen lagen, ihre Positionen verloren haben. Nach Einschätzung der US-Zeitung gibt es Anzeichen dafür, dass die Schiffe versucht haben könnten, die von den USA verhängte Seeblockade gegen venezolanische Öl-Exporte zu unterlaufen. Insgesamt 15 dieser Tanker stehen demnach unter Sanktionen, unter anderem wegen früherer Transporte von iranischem oder russischem Öl.

Aus der Auswertung von Satellitenaufnahmen geht laut Bericht hervor, dass die Schiffe über Wochen hinweg in venezolanischen Häfen gelegen hatten. Seit Samstag seien sie dort jedoch nicht mehr registriert worden. Vier Tanker konnten demnach auf offener See verfolgt werden. Sie sollen falsche Schiffsnamen verwendet und ihre Positionssignale manipuliert haben – eine Methode, die als "Spoofing" (Verschleierung) bekannt ist.

Mehrere Schiffe geortet

Den analysierten Koordinaten zufolge wurde ein Schiff in der Ostsee geortet, zwei weitere im Golf von Guinea, sowohl vor als auch innerhalb der nigerianischen Küstengewässer. Ein vierter Tanker sei per Satellit identifiziert worden und befinde sich bereits vor der Küste Grenadas im Atlantik. Zwölf weitere Schiffe hätten ihre Ortungssysteme komplett abgeschaltet und seien derzeit nicht auffindbar.

Zeitlich fällt das Verschwinden der Tanker in die Phase nach der Festsetzung von Präsident Nicolás Maduro durch US-Truppen. Zuvor hatten die USA Ziele in Venezuela angegriffen und Maduro außer Landes gebracht. Seither führt seine Vizepräsidentin Delcy Rodríguez als Übergangspräsidentin die Regierungsgeschäfte.

Trump ordnete US-Blockade an

US-Präsident Donald Trump hatte bereits Mitte Dezember eine umfassende Blockade für sanktionierte Öltanker angeordnet. Ausgenommen davon ist Öl des US-Konzerns Chevron, das weiterhin in die Vereinigten Staaten geliefert werden darf. Im Zuge der Maßnahmen beschlagnahmten US-Streitkräfte am 10. Dezember einen Tanker auf dem Weg nach China. Ein weiteres Schiff wurde am 20. Dezember gestoppt, jedoch nicht festgesetzt. Ein dritter Tanker wird laut US-Militärangaben noch verfolgt.

Unterlagen des staatlichen Ölkonzerns zeigen laut Bericht zudem, dass die Fahrten von zwei sanktionierten Ölhändlern genehmigt worden waren. Einer von ihnen ist ein kolumbianischer Geschäftsmann, der erst 2023 im Rahmen eines Gefangenenaustauschs zwischen den USA und Venezuela freikam.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 05.01.2026, 16:11, 05.01.2026, 16:03
Jetzt E-Paper lesen