In der Silvesternacht kam es in der Bar "Le Constellation" im Schweizer Ski-Ort Crans-Montana zu einem Brand, bei dem 40 Personen ums Leben kamen, 119 Menschen wurden verletzt. Seit Sonntag haben nun auch alle Familien der Toten traurige Gewissheit – alle Leichen wurden identifiziert.
Laut der Polizei im Kanton Wallis handelt es sich bei ihnen um 21 Schweizerinnen und Schweizer, neun Franzosen, sechs Italiener, eine Belgierin, eine Portugiesin, einen Rumänen und einen Türken. Sie sollen zwischen 14 und 39 Jahren alt sein. Die Hälfte der Verstorbenen war noch minderjährig.
Unter den jungen Todesopfern befand sich auch das aufstrebende Golf-Talent aus Italien, Emanuele Galeppini (16). In einem Posting auf X lobte der italienische Golfverband die "Leidenschaft" und die "authentischen Werte", die der Jugendliche mitbrachte.
Ein weiteres junges Opfer der Katastrophe war der 16-jährige Arthur aus der Schweiz. Gemeinsam mit Freunden hatte er in der Bar einen Tisch reserviert. Nach dem Feuer wurde er von seiner Mutter gesucht – vergebens, Arthur fiel den Flammen zum Opfer. In einem Video sagte seine Mutter, dass ihr Sohn nun aufgebrochen ist, um im Paradies zu feiern.
Auch der Schweizer Nachwuchsboxer Benjamin Johnson (18) verlor in den Flammen von Crans-Montana sein Leben. Seitens SwissBoxing hieß es, dass er beim Versuch, Freunden zu helfen, ums Leben kam. Dies sei typisch für den 18-Jährigen gewesen. "Er war jemand, der immer anderen half."
Tragisch ist auch die Geschichte der 16 Jahre alten Chiara aus Mailand. Auch für sie wurde das "Le Constellation" zur tödlichen Falle. Laut ihrem Vater sei sie ein "fröhliches und einfühlsames Mädchen" gewesen. Besonders tragisch: Die 16-Jährige wollte die Silvesternacht eigentlich an einem anderen Ort verbringen. An der anderen Location sei jedoch kein Platz mehr gewesen.
Laut dem Wochenmagazin tachles.ch kamen bei dem Feuer auch die beiden Schwestern Alicia (15) und Diana (14) ums Leben. Laut dem Bericht hätten die Mädchen eine enge Beziehung zueinander gehabt. Ihre Eltern hofften vorerst, dass zumindest eine von ihnen den Brand überlebt hätte. Laut Gesetz hätten sich die beiden zum Zeitpunkt des Feuers gar nicht mehr in der Bar aufhalten dürfen.
Traurige Gewissheit hat nun auch der italienische Winzer Giuseppe T. Gegenüber der "Corriere della Sera" bestätigte er, dass sein Sohn Giovanni T. (16) in den Flammen ums Leben kam. Der trauernde Vater kennt den Ort, an dem sein Sohn verstarb, gut. Auch er besuchte die Bar in der Vergangenheit mehrmals.