Ex-Mitarbeiterin von Todes-Bar

"Es war uns verboten, die Notausgangstür zu öffnen"

Eine Ex-Angestellte erzählt dem Sender Bfmtv, dass sie in der Todes-Bar gearbeitet habe. Sie habe bemerkt, dass der Notausgang immer abgesperrt war.
André Wilding
05.01.2026, 12:52
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40 Tote, 119 Verletzte – der Brand in der Walliser Bar "Le Constellation" in der Silvesternacht erschüttert ganz Europa. Nun kommen neue, brisante Details ans Licht: Zwei ehemalige Mitarbeiter erheben gegenüber dem französischen Sender "Bfmtv" schwere Vorwürfe gegen die Betreiber.

Evakuierung nur über Treppe

So schildert etwa eine Ex-Angestellte, der Notausgang sei während ihrer Zeit in der Bar 2023 stets abgesperrt gewesen. Die Begründung: Die Tür führe in ein anderes Gebäude – das Öffnen sei ausdrücklich "verboten" worden. Im Ernstfall sei die Evakuierung daher nur über die Treppe möglich gewesen.

Rund 200 Menschen innerhalb von zehn Minuten hinauszubringen, sei laut der ehemaligen Angestellten "unmöglich" gewesen. Hätte man die Hintertür – gegenüber den WCs – geöffnet, wären womöglich weniger Menschen gestorben, vermutet sie.

Ein weiterer Ex-Mitarbeiter spricht sogar von einer Katastrophe mit Ansage. Die Sicherheitsvorkehrungen seien völlig unzureichend gewesen: Kein Zugang zu Feuerlöschern, schlecht geschultes Personal, nur ein einziger Security-Mitarbeiter – und ein Notausgang, der teilweise blockiert oder verschlossen war.

Strafverfahren eingeleitet

Die Walliser Behörden haben bereits ein Strafverfahren gegen die Bar-Betreiber eingeleitet. Sie stehen im Verdacht der fahrlässigen Tötung, fahrlässigen Körperverletzung und fahrlässigen Brandstiftung. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Ursache des Infernos soll laut ersten Ermittlungen eine Champagner-Show gewesen sein. "Fontänen" gerieten offenbar in Kontakt mit brennbarem Material an den Wänden – das Feuer breitete sich rasend schnell aus.

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