Nach Feuer in Todes-Bar

Erstes Kult-Lokal in Wien kündigt große Änderung an

Nach dem tödlichen Inferno in Crans-Montana hat das erste Wiener Lokal Änderungen angekündigt – Sprühkerzen sind in der "Bettel-Alm" ab sofort tabu.
André Wilding
03.01.2026, 12:00
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Der tödliche Bar-Brand in Crans-Montana (Schweiz) mit mindestens 40 Toten sorgt jetzt auch in Wien für Konsequenzen. Die "Bettel-Alm", ein beliebter Szenetreff im ersten Bezirk, reagiert auf das Feuer-Inferno und verbietet ab sofort Tischfeuerwerk beim Flaschenservice.

"Aufgrund der aktuellen Ereignisse haben wir uns entschieden, bis auf Weiteres auf Sprühkerzen (Tischfeuerwerk) beim Flaschenservice zu verzichten", schreibt das Lokal auf seiner Facebook. Man denke an die Opfer – und bitte um Verständnis.

Das Facebook-Posting der "Bettel-Alm"
Screenshot / Facebook

Sprühkerzen auf Champagnerflaschen

Hintergrund ist die mutmaßliche Brandursache in der Schweiz: Sprühkerzen auf Champagnerflaschen sollen das tödliche Feuer ausgelöst haben. Die Ermittlungen zu Sicherheitsmängeln und Fluchtwegen laufen dort auf Hochtouren.

Österreich hatte zwischenzeitlich angeboten, verletzte Personen aus der Schweiz aufzunehmen – doch die geplante Verlegung von sechs Patienten nach Wien und Graz wurde vorerst abgesagt.

Während der Silvester-Party war in der Nacht zum Donnerstag in der Bar "Le Constellation" in Crans-Montana ein Brand ausgebrochen. 40 Menschen kamen nach Angaben der Schweizer Behörden ums Leben, 119 weitere Menschen wurden bei dem Unglück verletzt.

Menschen erdrückt

"Wenn Panik ausbricht, versuchen die Menschen zu fliehen", sagte Bonvin. Videos zeigten demnach, dass Menschen die Treppe hinuntergestürzt seien - das sei typisch für Situationen der Panik. "Die Menschen, die erdrückt wurden, das war etwas Schreckliches", fügte er hinzu. "Wir waren nicht vor Ort, wir haben die Verletzungen erst hinterher gesehen", aber wahrscheinlich seien viele der Opfer erstickt.

Mehrere Länder nahmen Schwerverletzte aus der Schweiz auf. Deutsche Spezialkliniken erhielten eine Anfrage zur Behandlung von 40 Opfern, wie die Direktorin der Klinik für Schwerbrandverletzte im Unfallkrankenhaus Berlin, Leila Harhaus-Wähner, dem Sender Welt TV sagte.

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