Schrecklicher Unfall in Wien-Donaustadt! Am Donnerstag zündete ein Zehnjähriger im Hof einer Wohnhausanlage gegen 16.30 Uhr pyrotechnische Gegenstände. Dabei explodierte ein Knallkörper in seiner Hand.
Dem Burschen wurden dabei mehrere Finger abgetrennt. Er musste von der Berufsrettung Wien notfallmedizinisch erstversorgt und in ein Spital gebracht. Die weiteren Ermittlungen werden vom Landeskriminalamt Wien, Ermittlungsbereich Brand, geführt.
Im Zuge des aktuellen Vorfalls warnt die Polizei erneut vor dem Gebrauch nicht zugelassener Böller sowie unsachgemäßer Verwendung von Pyrotechnik. "Die meisten Unfälle und gefährlichen Vorfälle mit pyrotechnischen Erzeugnissen sind auf Sorglosigkeit, Unachtsamkeit sowie nicht bestimmungsgemäße oder missbräuchlicher Verwendung zurückzuführen", heißt es in einer Aussendung.
Demnach birgt besonders die verbotene und leichtsinnige Handhabung von meist aus dem Ausland besorgter Pyrotechnik ohne erforderliche Qualitäts- und Zulassungskriterien ein großes Gefahrenpotenzial.
Die Polizei erinnert daran, dass Verstöße gegen Bestimmungen des Pyrotechnikgesetzes kein Kavaliersdelikt sind. Böller-Sünder drohen, neben möglichen strafrechtlichen Konsequenzen, Verwaltungsstrafen bis zu 3.600 Euro.