Mit ihren Söhnen (7, 9)

2-fache Mutter verprügelt und aus der Wohnung geworfen

Zuerst gab er ihr Halt, dann schlug er zu: Elena (29) und ihre Söhne erlebten Furchtbares. Die Caritas fing sie auf, hilft ihnen zurück ins Leben.
Claus Kramsl
02.01.2026, 05:30
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Jede dritte Frau in Österreich erlebt zumindest einmal in ihrem Leben einen sexualisierten Übergriff oder Gewalt. Alleine in Wien wurden im vergangenen Jahr 4.272 Betretungs- und Annäherungsverbote ausgesprochen – das sind zwölf pro Tag!

Edler Ritter war gewalttätiger Trinker

Als Leiterin des Mutter-Kind-Hauses "Luise" der Caritas in Wien-Fünfhaus hat Claudia Ferner-Unger täglich mit weiblichen Gewaltopfern und ihren Kindern zu tun. Gegenüber "Heute" schildert sie den erschütternden Fall von Elena (29) und ihren Söhnen Marcel (7) und Marco (9): Sie hatte ihren schwerkranken Mann jahrelang aufopfernd gepflegt. Als er vor vier Jahren starb, stand die zweifache Mutter plötzlich vor dem Nichts und hatte hohe Schulden angehäuft. "Als sie dann einen Mann kennenlernte, der ihr Halt gab, zog sie zu ihm", schildert Ferner-Unger.

„Eines Tages warf er Elena und ihre Söhne aus der Wohnung. Auch das ist massive psychische Gewalt“
Claudia Ferner-UngerLeiterin des Caritas Mutter-Kind-Haus "Luise"

Doch der edle Ritter stellte sich schon sehr bald als aggressiver Trinker heraus, der regelmäßig Gewalt an der Frau ausübte. "Eines Tages warf er Elena und ihre Söhne aus der Wohnung. Auch das ist massive psychische Gewalt", so die "Luise"-Chefin.

Die kleine Familie kam zunächst bei einer Arbeitskollegin der Frau unter. Doch eine dauerhafte Lösung war das nicht. Nach längerem Zögern wandte sich Elena schließlich an die Caritas-Einrichtung "Luise", wo sie und ihre Söhne nun zur Ruhe kommen und sich ein neues Leben aufbauen können.

Caritas-Einrichtung bietet "sicheren Hafen"

"Die Familien kommen oft nur mit kleinen Taschen, ohne Dokumente. Bei uns bekommen einen sicheren Hafen und alles, was sie brauchen, um wieder selbstbestimmt leben zu können", erklärt Claudia Ferner-Unger. "Wer zu uns kommt, hat alles versucht, alle Kräfte aufgebraucht. Dann sind Essen, Kleidung, ein Dach über dem Kopf und Beratung wichtig. Das heilt die schlimmsten Wunden", so die Leiterin des Caritas Mutter-Kind-Haus "Luise".

Dabei werde auch besonders darauf geachtet, dass die Betroffenen wieder lernen, dass nicht alle Männer gewaltbereit sind. Speziell geschulte männliche Mitarbeiter helfen dabei, wieder Vertrauen zu Männern aufzubauen.

Wer dabei helfen möchte, Mütter wie Elena zu unterstützen: wirhelfen.shop/mutter-kind-haus-neuanfang

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