Prosit Neujahr!

2026 startet mit bummvoller City und illegaler Böllerei

Pummerin, Walzer, Silvesterpfad – Österreich begeht den Jahreswechsel klassisch. "Heute" wünscht allen Leserinnen und Lesern Prosit Neujahr!
Newsdesk Heute
31.12.2025, 20:31
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Das wird Österreichs größte Party! Ob daheim vor dem TV mit Mundl und Pummerin – oder bei einer der Zigtausenden Silvester-Feiern quer durchs Land. Rund 800.000 Besucher werden am 31.12. alleine am Wiener Silvesterpfad erwartet. Der Eintritt ist frei. Auf sieben Bühnen in der City und einer im Prater geht schon seit 14 Uhr die Post ab – und das trotz böigem Wind.

Die Anreise kann mittlerweile nicht mehr über die U-Bahnstation Stephansplatz (U1, U3) erfolgen. Wie Stadt Wien via Aussendung mitteilte, wurde die Station aufgrund des großen Andrangs gegen 21 Uhr gesperrt.

Gegen 22 Uhr zog die Stadt Wien eine Zwischenbilanz. Es gebe "keine nennenswerte Vorfälle" hieß es in einer entsprechenden Aussendung. Alle Bühnen seien planmäßig in Betrieb.

Um Mitternacht war der Silvesterpfad völlig ausgelastet. Gegen 23:30 Uhr erklärte die Stadt Wien, dass kein Zugang mehr möglich sei.

Die Highlights

  • Rathausplatz Benny King und Christiana Uikiza präsentieren die größten Song-Contest-Hits (ab 22.45 Uhr).
  • Freyung Frauenpower ab 19 Uhr mit Iris Camaa & dem Camaa Kult Orchestra, den Funky Ladies und den Viennese Ladies.
  • Am Hof Rock, Pop, Soul und Disco mit The Bad Powells (17 Uhr) und dem Electric Beat Club Deluxe (19 Uhr).
  • Graben Walzer-Kurse in Europas größtem Open-Air-Ballroom (ab 14 Uhr).
  • Stephansplatz Klassik und Operetten-Klänge von Rondo Vienna und dem Bernd Fröhlich Orchester (18.30 Uhr).
  • Kärntner Straße DJ-Locations mit heißen Latin- und Pop-Sounds.
  • Neuer Markt Familien-Programm mit Okidoki. Danach Pop und Rock, u. a. mit den FreeMenSingers (23.15 Uhr).
  • Wintermarkt im Prater DJs und Live-Acts heizen Partygästen ab 20 Uhr ein.
Der Silvesterpfad 2025
Stadt Wien

Hohe Terrorwarnstufe, Polizei im Einsatz

Die Terrorwarnstufe in Österreich ist mit Stufe vier von fünf weiterhin hoch, es gibt aber keine konkrete Gefährdung. "Der Verfassungsschutz steht in engem Austausch mit ausländischen Sicherheitsbehörden", erklärte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP).

Spezialeinheiten und Zivilbeamte sowie Drohnen sind unterwegs. Neben Polizisten aus dem Regeldienst sind zusätzlich 180 Beamte in Wien im Einsatz.

Sekt prickelt um 7,50 Euro

Getränke und Snacks können aber ganz schön teuer kommen. Für ein Gläschen Sekt (0,1 Liter) zahlt man etwa um die 7,50 Euro, Punsch ist ab 6 Euro erhältlich. Teurer wird’s mit einem Aperol Spritz oder einem Gin Tonic (10 bis 12 Euro). Je nach Stand kommt auch noch Pfand dazu.

Schnäpse und Spirituosen sind ab 4,50 Euro zu haben, Bier kostet ab 6 Euro (Krügerl). Der Spritzer kommt auf 4,50 bis 6 Euro. Mix-Getränke wie Bacardi Cola oder Wodka Red Bull kosten 10 bis 12 Euro. Ein Hot Dog kommt auf 9,50 Euro, Chili Con Carne auf 12 Euro, und eine Riesenbrezel gibt’s um 7 Euro.

U-Bahnen fahren durch

Nach reichlich Sprudel sollte das Auto tunlichst stehenblieben. Die Öffis bringen alle Wiener sicher nachhause. Auch in der Nacht fahren alle U-Bahnen, zudem die Straßenbahnen D, 1, 2, 6, 11, 18, 25, 27, 31, 38, 41, 43, 46, 49, 60, 62 und 71 sowie die Busse 7A, 26A, 29A, 29B, 35A, 62A, 66A, 68A, 68B und 73A im 30-Minuten-Takt. Die U-Bahnstation Stephansplatz wird ab 21 Uhr gesperrt. Mehrere Bim-Linien im Bereich des Universitätsrings werden ab 19 Uhr umgeleitet oder kurzgeführt.

Absolutes Böllerverbot in der Hauptstadt

Geht es nach den Behörden, soll es beim Party-Feuerwerk bleiben. Aufgrund der Brand- und Verletzungsgefahr sowie der enormen Lärmbelästigung herrscht in Wien auch zu Silvester absolutes Böllerverbot. Freilich halten sich nicht alle daran. Wer ertappt wird, muss mit saftigen Strafen von bis zu 3.600 Euro rechnen. Allerdings zeigt sich auch zum Jahreswechsel, dass sich in Wien nur die wenigsten an die restriktiven Bestimmungen halten. Wie jedes Jahr startete also auch 2026 in weiten Teilen mit unerlaubter Knallerei.

Nach dem verheerenden Brand auf der Nordkette wurde auch in Tirol ein striktes Feuerwerkverbot ausgegeben – "Heute" berichtete.

Kardinal Schönborn schreibt in "Heute": Ein Neujahrswunsch

Wie gehen wir ins neue Jahr? Zum Jubeln ist vielen nicht zumute. Früher ging man davon aus, dass es jedes Jahr aufwärts geht. Heute hoffen wir, dass es nicht allzu steil und allzu schnell abwärts geht. Die "goldenen Jahre" sind vorbei. Die Erde hat nur begrenzte Ressourcen. Der Traum vom unendlichen Fortschritt ist ausgeträumt. Bleibt eine große Enttäuschung? Oder gibt es gerade in dieser Zeit echte Gründe zur Hoffnung?

Bei der älteren Generation (zu der ich gehöre) hören wir immer wieder den Gedanken: Für uns reicht es noch. Für die nächste Generation wohl nicht mehr. "Nach uns die Sintflut!" Verständlich, dass in der jungen Generation Resignation verbreitet ist. "Letzte Generation" nennen sich einige.

Ich sehe aber auch einen anderen, hoffnungsvollen Weg. Ich nenne ihn den Weg der Wertschätzung. Es liegt an uns, ob wir ihn gehen. Unser Land lebt von den vielen kleinen Diensten, die wir einander täglich erweisen: etwa durch das Pflegepersonal, unsere 48er, jede gut gemachte Arbeit. Niemand ist nur eine Nummer. Jeder Mensch ist einmalig. Wir können nicht die Welt retten, wir können sie aber ein Stück lebenswerter machen. Ein Vorsatz fürs neue Jahr!

Erste Hits: Neujahrskonzert, Skispringen

Nach einer möglicherweise kurzen Nacht wartet am Neujahrstag schon das erste Klassik-Highlight 2026 – das traditionelle Neujahrskonzert. ORF2 überträgt ab 11.15 Uhr live aus dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins und läutet damit das neue Jahr ein. Am Pult steht erstmals der exzentrische Kanadier Yannick Nézet-Seguin. Popkultureller Höhepunkt 2026: Wien richtet im Mai den 70. Song Contest aus.

Auch unsere ÖSV-Adler sind bereits am ersten Tag des Jahres wieder gefordert. Beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen (D) geht's nicht nur um den Sieg, sondern auch um wertvolle Punkte für die Gesamtwertung der diesjährigen Vier-Schanzen-Tournee.

"Heute" wünscht allen Leserinnen und Lesern Prosit 2026! Danke für die Treue!

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 31.12.2025, 23:59, 31.12.2025, 20:31
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