Grenzverkehr der besonderen Art spielte sich rund um den Jahreswechsel in Schärding und dem benachbarten Neuhaus am Inn ab. Die dortigen Getränkemärkte wurden von den Schärdingern sprichwörtlich gestürmt – kistenweise wurde Bier gekauft, vor allem das Baumgartner Bier aus der eigenen Stadt. Der Grund: In Bayern ist die Kiste ganze vier Euro billiger als in Oberösterreich.
"Auch das Weizen der Brauerei Wolferstetter war sehr gefragt", berichten Marktleiter Andi Rauscher und sein Stellvertreter Thomas Kaiser vom Degenhart-Markt. Pünktlich zu Silvester war das Bier zudem in Aktion.
Der Parkplatz war entsprechend voll – fast ausschließlich mit österreichischen Kennzeichen. Kein Wunder: Die Inflation ist hierzulande noch immer nicht unter Kontrolle. Zuletzt waren es erneut knapp vier Prozent.
Auch beim Ribo-Markt herrschte Hochbetrieb, bei der Leergutrücknahme kam es zu Wartezeiten. Aber nicht nur die Schärdinger kauften günstig ein – umgekehrt kamen viele Bayern über die Grenze, um sich mit billigeren Zigaretten einzudecken.
"Stangenweise gingen die Packerl über den Ladentisch", freut sich Trafikant Azer Maher aus der Barockstadt. Besonders beliebt bei den deutschen Gästen war auch das große Sortiment an Feuerwerkskörpern – günstiger und vielfältiger als daheim.