Tausende Pendler aus dem Umland von Linz könnten bald länger auf ihre Züge warten müssen. Laut einem aktuellen Bericht des Kontrollamts, der im Linzer Kontrollausschuss behandelt wurde, ist der geplante Ausbau der Taktfrequenz auf der Linzer Lokalbahn (LiLo) durch drohende Sparmaßnahmen des Bundes gefährdet.
Statt eines geplanten Ausbaus der 15-Minuten-Taktung (derzeit zu Stoßzeiten) zwischen Eferding und Linz könnte es bei der bisherigen Halbstunden-Taktung bleiben.
Grund dafür: Die sogenannten MIP-Gelder – Fördermittel aus den Mittelfristigen Investitionsprogrammen – drohen bei den Privatbahnen massiv gekürzt zu werden. Von einer Wertsicherung ist laut Bericht keine Rede. Im Raum steht eine Reduktion der Mittel um bis zu 50 Prozent – zu viel, um den Ausbau wie geplant voranzutreiben.
Scharfe Kritik kommt von den Linzer Grünen. Klubchef Helge Langer warnt vor einem Rückschritt: "Gerade in einem Ballungsraum wie Linz mit täglich rund 110.000 Pendlern muss der Ausbau des öffentlichen Verkehrs oberste Priorität haben."
Die LiLo sei eine zentrale Zubringerstrecke für die geplante Stadtbahn – deren Attraktivität nun auf dem Spiel stehe. Für Langer ist klar: "Für Öffis die Mittel zu streichen, treibt die Menschen ins Auto und in den Stau – und kommt uns am Ende teuer zu stehen".
Schlusspunkt: Auch im Linzer Süden stockt der Ausbau – hier verhindert der fehlende Gleisausbau auf vier Spuren seit Jahren einen dichteren Takt.