Ist ein Zug um mehr als fünf Minuten verspätet, wird er als unpünktlich erfasst – in rund sieben Prozent der Fälle war das in Wien zwischen Jänner und November 2025 der Fall. Vor einigen Jahren lag dieser Wert bloß bei einem Bruchteil, nämlich bei 1,7 Prozent. Im August waren die Züge mit 96,7 Prozent am pünktlichsten.
Bereits im Jahr 2022 merkt man spürbare Unterschiede: Damals lag der Wert noch bei 3,6 Prozent, 2023 waren es 4,6 Prozent.
Doch selbst komplett ausgefallene Züge werden in die Pünktlichkeitsstatistik nicht mit eingerechnet. Der Grund: Ein Zug, der nicht fährt, kann auch keine Verspätung haben, so eine Sprecherin laut ORF. Im Wiener Nahverkehr fielen knapp 1,7 Prozent der Züge aus. Pro Tag kommt man somit auf rund 30 Züge.
Die meisten Verspätungen fallen auf der Wiener Stammstrecke an – sie ist auch am dichtesten befahren. Damit "ist sie naturgemäß auch besonders anfällig für Verspätungen oder Zugausfälle", so die ÖBB laut ORF.
Auch die gestiegene Zahl der verkehrenden Züge und das Plus an Fahrgästen tragen zu Verspätungen bei. So nutzten 2024 in Wien 115,8 Millionen Fahrgäste den Nahverkehr, 2023 waren es noch 100,4 Millionen.
Das Programm "S-Bahn Wien Upgrade" soll dabei helfen, den Nahverkehr in Wien zu stabilisieren. Unter anderem wird der Zugverkehr auf der Stammstrecke digitalisiert. Zusätzlich werden ab diesem Sommer laut ÖBB die neuen Cityjet-Doppelstockzüge in der Ostregion in Betrieb genommen, um "die Kapazitäten für den S-Bahn-Verkehr in und um Wien zu erhöhen".