Die Service-Homepage der Energie-Regulierungsbehörde E-Control und des Wirtschaftsministeriums ist am Dienstag online gegangen und die Server gleich zusammengekracht.
Peinlich, peinlich: Just am ersten Tag, an dem die neue Spritdatenbank online gehen sollte, war der Server tot. Ob Hacker am Werk waren, oder der Serverdem Ansturm nicht gerecht war, ist unklar. Das System sei auf 1.000 Zugriffe in der Sekunde ausgelegt. Es wurden aber fünf Mal so viele Aufrufe in der Sekunde verzeichnet.
Günstig
Eine gute Sache, wenn die Server standhalten: Verbraucher können sich unter www.spritpreisrechner.at zu einem bestimmten Standort die nächstgelegenen zehn Tankstellen mit den Preisen der günstigsten fünf anzeigen lassen. Die Tankstellen erscheinen auf einer Karte und werden darunter aufgelistet jeweils nach Preishöhe sortiert. Dabei werden auch umweltschädigender Umwegverkehr zu einer günstigeren, aber weiter entfernten Tankstelle miteinberechnet. Weiters zeigt der E-Control Spritpreisrechner zu jeder Tankstelle weitere Informationen, wie zum Beispiel Öffnungszeiten und Shopangebot. Der zusätzliche Wettbewerb aufgrund der transparenten Preise soll zu günstigeren Spritpreisen führen.
Preiserhöhung nur einmal täglich
Treibstoffpreise dürfen nur einmal am Tag, um 12.00 Uhr, erhöht werden. Dann müssen die Tankstellenbetreiber Änderungen zu diesem Zeitpunkt unverzüglich (binnen zehn Minuten) melden. Danach sind nur noch Preissenkungen möglich, für deren Meldung die Tankstellenbetreiber maximal eine halbe Stunde Zeit haben. Bei Verstößen können Geldstrafen von bis zu 2.180 Euro verhängt werden und im Wiederholungsfall sogar bis zu 7.260 Euro.
Wartungsarbeiten
Wann der Server wieder abrufbar sein wird, ist noch unklar. Nach Behebung des Problems werden alle registrierten Tankstellen per E-Mail bzw. SMS informiert, damit sie wieder ihrer Verpflichtung zur Preismeldung nachkommen können, hieß es am Nachmittag vonseiten der E-Control. Derzeit wird am Problem gearbeitet.