Politik

Vernichtung von Masken ist im Ministerium Geheimsache

Seit 1. Mai ist die Maskenpflicht vorbei. In einem Lager hat das Gesundheitsressort Masken gebunkert. Wie viele abgelaufen sind, bleibt geheim.
Robert Zwickelsdorfer
28.06.2023, 22:25
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5,8 Milliarden Masken hatte Deutschland in der Pandemie angeschafft. Kosten: 6,3 Milliarden Euro. Jetzt müssen mindestens 755 Millionen davon verbrannt werden. Grund dafür: Ihr Haltbarkeitsdatum ist abgelaufen. Das berichtet die deutsche "Welt" unter Berufung auf das Gesundheitsministerium.

Österreich nicht transparent

So auskunftsfreudig ist man in Österreich nicht. "Detaillierte Informationen über strategische Lagerbestände werden vom Gesundheitsministerium grundsätzlich nicht kommuniziert", teilte eine Sprecherin auf Anfrage von "Heute" mit. Der Lagerstand in Österreich liege aber "weit unter der für Deutschland kolportierten Größenordnung".

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Maskenüberschuss bleibt nicht sinnlos

Immerhin etwas: "Eine Vernichtung von Schutzausrüstung in der Größenordnung wie in Deutschland kann deshalb definitiv ausgeschlossen werden." Das 2020 errichtete, mit Notvorräten an Schutzausrüstung ausgestattete Covid-19-Lager ist indes mit morgen Geschichte. Es wird in ein "Bundeskrisenlager" unter Führung des Verteidigungsressorts überführt.

Schulen bleiben auf 6,4 Millionen Tests sitzen

1,85 Millionen PCR-Testkits und 4,53 Mio. Antigentests sind im Zentrallager des Bildungsministeriums gebunkert. Und das, obwohl an den Schulen nicht mehr getestet wird. Das brachte eine FPÖ-Anfrage ans Licht. Laut Minister Polaschek wird mit dem Finanzministerium an der "Abwicklung" dieser nicht mehr benötigten Tests gearbeitet