Sport

Verpasste EM-Quali: Scharner rechnet ab

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:50

Kritik an Constantini: In manchen Situationen hofft man natürlich schon auf einen Impuls von außen. Kritik an Arnautovic: Es ist zu hinterfragen, ob rein die fußballerische Qualität ausreicht. Ich glaube es nicht.

Genug ist genug! Nach dem Debakel in Deutschland, der Nullnummer gegen die Türkei und der halbherzigen Teamchef-Entscheidung rechnet Paul Scharner ab. Im Visier: ÖFB-Boss Leo Windtner, Coach Didi Constantini und Marko Arnautovic.
„Das ist wieder einmal eine österreichische Lösung“, wettert Scharner, der sich im „Kurier“ sogar als Spielertrainer anbietet. „So nah an der Mannschaft wie der aktuelle Trainer bin ich auch.“ Und: „Ich weiß genau, was intern abläuft, und der Erfolg ist ja scheinbar eh nur zweitrangig.“ Scharner hält dem Teamchef auch mangelndes taktisches Verständnis vor. „Im Spiel gegen die Türkei hätten wir nach der Pause mehr Risiko eingehen müssen. Ehrlich gesagt hofft man da schon auf einen Impuls von der Bank“, kritisiert er scharf.
Auch Exzentriker Marko Arnautovic bekam sein Fett weg. „Man muss hinterfragen, ob rein die fußballerischen Qualitäten reichen. Ich meine, es gehört mehr dazu“, sagte Scharner. Nachsatz: „Es ist leichter, wenn man mit elf Spielern spielt, die den Erfolg wirklich wollen.“
Brisant: Bereits 2006 zweifelte Scharner die Kompetenz im ÖFB an („Ein absolut unprofessioneller Verband“) und erklärte seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Vor der Heim-EM 2008 wollte er zurück, doch der damalige Teamchef Pepi Hickersberger lehnte ab. Erst unter Karel Brückner feierte der Niederösterreicher ein Comeback im Team.

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