Im Mittelpunkt der aktuellen Sendung von "Wer wird Millionär?" steht die 8.000-Euro-Frage: "Reem Alabali-Radovan wurde 2025 Mitglied der …?" Zur Auswahl: "A: DFB-Nationalelf, B: Bundesregierung, C: DSDS-Jury oder D: Deutschen Bischofskonferenz."
TV-Zockerin Nadine Christmann ist ratlos. Sie gibt offen zu, dass ihr der Name völlig fremd ist. Während sie noch nachdenkt, holt Günther Jauch die aktuelle Politik aufs Tapet. Er spricht die vorgezogene Bundestagswahl im Februar 2025 an.
"Die Ampel ist ja geplatzt", sagt Jauch. "Das ist jetzt schon ein gutes Jahr." Damit wird klar: Hier geht's um die Bundespolitik – und damit eigentlich um die richtige Antwort. Denn Reem Alabali-Radovan ist Bundesministerin. Korrekt wäre also "Bundesregierung" gewesen.
Zuerst scheint niemand im Studio Jauchs Hinweis zu bemerken. Christmann entscheidet sich für den Zusatzjoker. Dabei dürfen Leute aus dem Publikum aufstehen, wenn sie glauben, die Lösung zu wissen. Jauch kommentiert: "Ja, das ist jetzt nicht mehr so schwer."
Nur sechs Zuschauer stehen tatsächlich auf. Jauch nimmt's mit Selbstironie: "Prima, dass mir hier niemand zuhört, hab mich ja eben schon verplappert." Ein Zuschauer aus dem Publikum erklärt dann, Reem Alabali-Radovan sei Bundesministerin – und liegt damit goldrichtig.
Der Moderator reagiert ehrlich und mit einem Augenzwinkern auf seinen Patzer: "Ich Depp habe mich doch noch verplappert. In dem Moment ist es mir kalt den Rücken runtergelaufen." Er wundert sich, dass kaum jemand seinen Hinweis bemerkt hat: "Alle pennen hier weiter und nur sechs stehen auf! Mensch, Mensch, Mensch! Das ist wie zu Hause. Ich rede gegen Wände."
Mit seinem politischen Seitenhieb hat Jauch die Antwort praktisch selbst verraten – ein eher seltener Moment in einer Quizsendung, in der es normalerweise streng verboten ist, Hinweise auf die Lösung zu geben.