Hamsterkäufe

Bauernbund warnt vor leeren Supermarkt-Regalen

"Versorgungssicherheit gibt es nicht zum Nulltarif", warnt NÖ Bauernbunddirektor Nemecek.
Niederösterreich Heute
13.03.2026, 07:00
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Am Freitag, 13. März, jährt sich zum vierten Mal der Tag, an dem in Österreich der erste Lockdown zu Beginn der Coronapandemie angekündigt wurde. Viele erinnern sich wohl noch genau an die Szenen damals: übervolle Einkaufswägen, Hamsterkäufe von Nudeln, Mehl und Klopapier, leere Regale und eine große Unsicherheit, wie stabil die Lebensmittelversorgung im Land wirklich ist.

Der NÖ Bauernbund nutzt diesen "Tag der leeren Regale", um daran zu erinnern, welche Lehren aus dieser turbulenten Zeit gezogen werden müssen. Die sichere Versorgung mit Lebensmitteln ist für Direktor Paul Nemecek heute wichtiger denn je. "Diese Zeit hat uns gezeigt, wie verwundbar und abhängig unsere globalisierte Welt geworden ist. Doch während vieles stillstand, haben unsere Bauern damals weitergearbeitet und die Menschen sicher versorgt", so Nemecek laut einer Aussendung.

"Abhängigkeiten können teuer werden"

Die jüngsten Entwicklungen im Iran bestätigen die Linie des Bauernbundes auf traurige Weise. Steigende Energiepreise, unsichere Handelsrouten und angespannte Märkte wirken sich direkt auf die Lieferketten aus. Gerade die aktuelle geopolitische Unsicherheit zeigt deutlich: "Abhängigkeiten, wie bei Öl und Gas, können rasch teuer und gefährlich werden. Bei der Versorgung mit Lebensmitteln darf dieser Fehler nicht passieren", warnt der niederösterreichische Bauernvertreter.

Für Nemecek ist die heimische Landwirtschaft viel mehr als nur ein Wirtschaftssektor: "Landwirtschaft ist strategische Infrastruktur. Wenn wir unsere Lebensmittelproduktion und damit die sichere Versorgung mit Lebensmitteln verlieren, machen wir uns abhängig von Importen. Versorgungssicherheit gibt es aber nicht zum Nulltarif. Österreich und Europa brauchen starke Bauern. Dazu gehört auch, dass unseren bäuerlichen Familien faire Preise bezahlt werden. Mit Schleuderpreisen wird man die Versorgungssicherheit nicht aufrechterhalten können."

Konkret werden laut Nemecek derzeit, auch anlässlich des 120-jährigen Jubiläums des NÖ Bauernbundes, Forderungen direkt mit der Basis erarbeitet. Das sei "die Art, wie im Bauernbund Politik gemacht wird."

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