Bauern schlagen Alarm

Getreideanbau in Österreich rentiert sich nicht mehr

Österreichs Bauern geraten durch stagnierende Getreidepreise und explodierende Kosten immer stärker unter Druck und schlagen nun Alarm.
Newsdesk Heute
02.02.2026, 14:48
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Brot gehört für viele zum Alltag – doch für Österreichs Bauern wird der Getreideanbau zunehmend zum Verlustgeschäft. Die Preise, die bei den Landwirten ankommen, reichen längst nicht mehr aus, um die steigenden Kosten zu decken. "Zu diesen Preisen können wir in Österreich kein Getreide produzieren", warnt Georg Strasser, Obmann des ÖVP-Bauernbundes, in einer Aussendung.

Während die Erlöse seit Jahren kaum steigen, ziehen die Ausgaben massiv an. Besonders augenfällig zeigt sich das am Beispiel Brot: Aus einem Kilo Mehl, das zu einem Laib verarbeitet wird, bleiben für die Bauern lediglich rund 20 Cent. Bei einer Semmel sind es sogar nur etwa ein Cent. Selbst wenn diese Beträge vollständig an die Konsumenten weitergegeben würden, hätte das kaum Auswirkungen auf den Verkaufspreis.

Wertschöpfung bleibt bei Bauern hängen

Nach Angaben von Strasser erhielten Landwirte zuletzt rund 180 Euro für eine Tonne Mahlweizen – das sind um 15 Prozent weniger als im Jahr davor. Das Hauptproblem sei jedoch nicht nur der Preisrückgang, sondern der geringe Anteil an der gesamten Wertschöpfung, der bei den Betrieben lande. Gleichzeitig steigen die Produktionskosten deutlich: Düngemittel sind teurer geworden, EU-Klimavorgaben verursachen zusätzlichen Aufwand und auch der CO₂-Grenzausgleich (CBAM) belastet die Landwirtschaft.

Um die Situation zu entschärfen, fordert Strasser gezielte Entlastungen bei den Kosten. Konkret schlägt er vor, die Einnahmen aus dem CO₂-Grenzausgleich stärker zur Unterstützung der heimischen Landwirtschaft zu nutzen.

Kampagne gegen Dumpingpreise

Der Bauernbund reagiert nun mit einer eigenen Initiative. Unter dem Motto "Schleuderpreise stoppen" soll auf die wirtschaftlich angespannte Lage der Landwirte aufmerksam gemacht werden. Ziel der Kampagne ist es, faire Preise und einen gerechten Anteil an der Wertschöpfung für bäuerliche Betriebe durchzusetzen.

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