Innenminister zufrieden

"Höchststand absichern" – über 1.400 neue Polizisten

In Österreich kann der Personal-Höchststand bei der Polizei abgesichert werden. Im Jahr 2026 beginnen 1.415 Anwärter ihre Ausbildung.
Newsdesk Heute
02.02.2026, 12:33
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Die Polizei setzt ihren Personalaufbau fort: Die Aufnahmeplanung für das Jahr 2026 ist auf Schiene. Insgesamt sollen 1.415 neue Polizistinnen und Polizisten aufgenommen werden. Damit werden alle neun Landespolizeidirektionen gestärkt und sämtliche Abgänge kompensiert. Der aktuelle Rekord-Personalstand der Exekutive von rund 32.500 Bediensteten soll so nachhaltig abgesichert werden.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) betont die Bedeutung der Maßnahmen: "Die Stärkung unserer Exekutive wird fortgesetzt. 2026 werden österreichweit mehr als 1.400 Polizeischülerinnen und Polizeischüler in die Grundausbildung der Bundespolizei aufgenommen. Unser klares Ziel ist es, den aktuellen Höchststand an Polizistinnen und Polizisten auch weiterhin zu sichern."

Langfristige Personalstrategie

Das Innenministerium setzt bei der Personalplanung auf langfristige und strategische Ziele. Durch modernes Recruiting und konsequente Neuaufnahmen soll ein stabiles Personalfundament für die aktuellen Aufgaben und künftigen Herausforderungen geschaffen werden.

Bereits das vergangene Jahr war ein Rekordjahr: Noch nie zuvor gab es in Österreich so viele Polizistinnen und Polizisten wie derzeit.

Vier Aufnahmeturnusse im Jahr

Die geplanten Neuaufnahmen erfolgen in vier Turnussen über das Jahr verteilt. 505 der insgesamt 1.415 Aufnahmen entfallen auf die Termine im März und Juni. Da viele Bildungszentren bereits an ihrer Kapazitätsgrenze arbeiten, wird der Großteil der neuen Polizeischülerinnen und -schüler erst im September und Dezember ihren Dienst antreten.

Im März und Juni startet in Salzburg, Tirol, Vorarlberg und Niederösterreich jeweils eine Ausbildungsklasse mit 25 bis 30 Personen. In Wien beginnen in diesen beiden Turnussen insgesamt 400 Schülerinnen und Schüler in 16 Klassen ihre Polizeigrundausbildung. Eine eigene Klasse ist dabei für die neue Sondereinheit "Objektschutzpolizei" vorgesehen.

Über 3.000 Polizeischüler in Ausbildung

Aktuell befinden sich österreichweit 3.160 Polizeischülerinnen und Polizeischüler in der zweijährigen Grundausbildung. Diese beinhaltet bereits eine intensive Praxisphase, in der die angehenden Polizisten den Regeldienst unterstützen – sowohl bei normalen Amtshandlungen als auch bei Großeinsätzen wie Demonstrationen oder Sportveranstaltungen.

Ruhestände ausgeglichen, Wien bleibt Sonderfall

In den vergangenen Jahren musste die Polizei zahlreiche Ruhestandsversetzungen kompensieren. Durch eine umfangreiche Aufnahmeoffensive ist es gelungen, diese Abgänge nicht nur auszugleichen, sondern den Personalstand insgesamt weiter zu erhöhen. In den letzten zehn Jahren wuchs die Polizei um mehr als 4.100 Bedienstete.

Der Personalbedarf kann damit in allen Landespolizeidirektionen gedeckt werden. Wien bleibt jedoch ein Sonderfall: Zwar können auch hier die Ruhestandsabgänge inzwischen kompensiert werden, der Personalbedarf ist jedoch weiterhin hoch. Entsprechend überdurchschnittlich fallen die Neuaufnahmen in der Bundeshauptstadt aus.

Keine Sparmaßnahmen beim Polizeipersonal

Trotz des aktuellen Sparbudgets des Bundes gibt es keine Einschnitte beim Polizeipersonal. Jeder Abgang wird weiterhin 1:1 nachbesetzt. Anders sieht es in der Verwaltung aus: Dort wird derzeit nur jede dritte Stelle neu besetzt.

{title && {title} } red, {title && {title} } 02.02.2026, 12:33
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