Großaufgebot zu Silvester! Mit umfassenden Sicherheitsmaßnahmen und erhöhtem Polizeieinsatz bereitet sichdie Wiener Polizei auf den Jahreswechsel vor. Besonders da nach wie vor in Österreich Terrorwarnstufe vier von fünf gilt. Bei einem Lokalaugenschein am Dienstag am Hof in der Wiener City präsentierten Innenminister Gerhard Karner (VP) und Staatsschutz-Staatssekretär Jörg Leichtfried (SP) mit Vertretern der Blaulichtorganisationen die geplanten Sicherheitsmaßnahmen.
"Gerade an Silvester sind besonders viele Menschen unterwegs. Wie bereits in der Adventzeit wird die Polizei auch an diesem Tag für Sicherheit sorgen – professionell und mit dem nötigen Fingerspitzengefühl", erklärt Karner. 800.000 Gäste werden am 31. Dezember am Wiener Silvesterpfad erwartet.
Allein für die Silvesternacht werden zahlreiche Polizisten zum Dienst in der Bundeshauptstadt bereitgestellt: So stehen der Wiener Exekutive 180 Beamte aus Kärnten, Oberösterreich, der Steiermark, Salzburg und Niederösterreich tatkräftig zur Seite.
Am Silvesterpfad werden auch technische Hilfsmittel wie Drohnen sowie Videoüberwachung eingesetzt. Geplant ist eine Durchsuchungsverordnung von 12 Uhr bis 6 Uhr am 1. Jänner 2026, auf dem Gelände des Silvesterpfades, wie Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan erklärt. Die Beamten dürfen also die Taschen der Besucherinnen und Besucher durchsuchen.
Gleichzeitig kündigte der Innenminister ein konsequentes Vorgehen gegen illegale Pyrotechnik an – ein Blick auf die Zahlen zeigt, warum: Zuletzt wurden zu Silvester 57 Personen verletzt, mehr als 9.100 pyrotechnische Gegenstände beschlagnahmt und über 550 Anzeigen erstattet. Bei einer Kontrolle an der Grenze zu Tschechien wurden heuer 1.464 illegale Feuerwerksartikel sichergestellt.
Wie Innenministeriums-Staatssekretär Jörg Leichtfried erklärt wurden im Vorfeld in sechs Bundesländern gemäß Pyrotechnikgesetz Sensibilisierungsgespräche und eine Hausdurchsuchung durchgeführt.
Auch alle vier Rettungsorganisationen sind vorbereitet. Samariterbund, Rotes Kreuz, Johanniter und Malteser sorgen gemeinsam für die medizinische Versorgung am Silvesterpfad. Man rechne trotz Besucheransturms mit einer ruhigen Nacht.
"Durch die enge Zusammenarbeit im Rahmen von 'Vier für Wien' werden die Erfahrungen aller beteiligten Organisationen gebündelt und damit eine verlässliche medizinische Versorgung am Wiener Silvesterpfad sichergestellt“, sagte Petra Grell-Kunzinger, Bundesgeschäftsführerin der Johanniter Österreich.