Brisante "Heute"-Umfrage

58 % der Österreicher gegen Millionen-Hilfe für Ukraine

Laut "Heute"-Umfrage sind 58 % der Österreicher gegen mehr Hilfsgelder. Brisant: Nur 44% der Neos-Wähler befürworten Ukraine-Kurs der Außenministerin.
Angela Sellner
02.02.2026, 05:30
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Das Neos-geführte Außenministerium hat die humanitäre Hilfe für die kriegsgebeutelte Ukraine aus dem Auslandskatastrophenfonds um drei Millionen Euro erhöht.

Die aktuelle "Heute"-Umfrage zeigt: Nicht einmal jeder zweite Pink-Wähler befürwortet das.

Für "Heute" hat Unique Research erhoben, was die Österreicher von zusätzlicher Ukraine-Hilfe halten. Das Ergebnis zeigt eine klare Mehrheit von insgesamt 58 Prozent dagegen; die Mittel sollten besser im Inland verwendet werden. Nur 30 Prozent sind dafür, dass zusätzliches Geld aus Österreich in die Ukraine fließt.

Grüne und SPÖ dafür

Interessant sind die Resultate nach Parteien. Tatsächlich befürworten nur die Wähler von Grünen und SPÖ mehrheitlich weitere Hilfszahlungen. Grün-Anhänger sind die einzigen mit einer großen Mehrheit (67 Prozent) dafür. 19 Prozent sind dagegen, das ist der niedrigste Wert überhaupt.

Bei SPÖ-Wählern hält jeder zweite (51 Prozent) den Einsatz zusätzlicher Mittel für sinnvoll.  Mit 39 Prozent sind hier aber auch die Gegner vergleichsweise stark.

Außenministerin: Keine Mehrheit bei Neos-Wählern

Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger, die einen starken Ukraine-Unterstützungskurs fährt und das Land auch bereits mehrmals besucht hat, eckt mit dieser Linie offenbar auch bei eigenen Wählern an: Nur 44 Prozent der Neos-Anhänger finden das gut.

Auch bei der Kanzler-Partei ÖVP sind nur 42 Prozent für zusätzliche Ukraine-Hilfe. Die Gegner stellen im schwarzen Lager mit 47 Prozent den größeren Anteil.

FPÖ: 86 Prozent dagegen

Die FPÖ kritisiert die Aufstockung der Ukraine-Hilfe stark und fordert den Stopp aller Zahlungen an Kiew. Das spiegelt sich in der "Heute"-Umfrage – 86 Prozent der Anhänger der Freiheitlichen sind gegen zusätzliche öffentliche Mittel aus Österreich für humanitäre Hilfe in der Ukraine.

„Aktuell reagiert man sensibel auf finanzielle Unterstützungen.“
Peter HajekMeinungsforscher (Unique Research)

"In den bisherigen Befragungen sprachen sich die Österreicherinnen und Österreicher immer für eine Unterstützung der Ukraine aus, Russland wurde die Schuld am Krieg gegeben. Sensibel reagiert man aktuell auf finanzielle Unterstützungen", kommentiert Meinungsforscher Peter Hajek die Ergebnisse seiner Umfrage.

"Die Stimmung ist stark durch die FPÖ-Wählerschaft geprägt, die in großer Einheit die zusätzlichen drei Millionen aus dem Auslandskatastrophenfonds ablehnen, während Mitte-links Parteien diese eher unterstützen", so Hajek weiter.

Ablehnung bei Frauen stärker

Wie schauen die Positionen nach Geschlechtern aus? Frauen lehnen mit 64 Prozent weiteres Geld für die Ukraine noch stärker ab als Männer (53 Prozent).

Nach Alter zeigt sich die größte Ablehnung bei den 30- bis 59-Jährigen: Von 63 Prozent kommt ein Nein auf die Frage nach zusätzlichen Millionen für die Ukraine. Von den befragten 16- bis 29-Jährigen sind 35 Prozent dafür, aber mit 46 Prozent sind die Gegner in der Überzahl.

Große Unterschiede zeigen sich nach Bildungsniveau. Von den Befragten mit Matura sind 45 Prozent für weitere Ukraine-Hilfe, bei jenen ohne Matura sind es 23 Prozent. Letztere lehnen zusätzliche Mittel mit einer großen Mehrheit von 66 Prozent ab.

{title && {title} } sea, {title && {title} } Akt. 02.02.2026, 10:04, 02.02.2026, 05:30
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