Von 2017 bis 2019 war Karin Kneissl die von der FPÖ nominierte Außenministerin Österreichs. Inzwischen lebt sie seit geraumer Zeit in Russland. Von dort aus lässt sie immer mit kritischen Aussagen über ihre alte Heimat aufhorchen. So auch zuletzt in einem Interview auf YouTube.
Dort bezeichnete die Ex-Ministerin die Menschen in Österreich als "Hyänen" – "Heute" berichtete. Wenn sie eines aus Europa vermisse, dann wäre es "Frankreich, nicht Österreich", rechnete Kneissl knallhart mit der Alpenrepublik ab. Als Konsequenz kündigten die Neos die Einleitung eines Aberkennungsverfahrens der österreichischen Staatsbürgerschaft Kneissls an.
Trotz ihrer Attacken auf Österreich sieht sich die Wahl-Russin nun selbst als Opfer in der Causa, berichtet die "Krone". Auf ihrem Telegram-Account ließ Kneissl ihrem Unmut freien Lauf. Sie sprach von "schmutzigen Angriffen" und einer "täglichen Diffamierung Made in Austria". In dieser Zeit würde die Ex-Ministerin Unterstützung von ihren Tieren erhalten. Gemeinsam mit ihnen trauere Kneissl nun.
Die 61-Jährige betonte, dass die Woche für sie sehr schmerzhaft gewesen sei. Die "Diffamierung" aus ihrer alten Heimat sei gefährlich. Dennoch gebe es in Österreich noch "eine Handvoll anständiger Menschen". Diese hätten Kneissl zur Unterstützung Briefe geschrieben. Gemeinsam mit ihren Tieren sei sie "nach Jahren des Überlebens" jetzt "begierig darauf zu leben".
Weiters berichtete die Ex-Ministerin von tierischem Zuwachs in ihrer Familie. Aus Sankt Petersburg habe sie vor einer Woche das Pony "Frou Frou" abgeholt. Die 61-Jährige sprach von "Liebe auf den ersten Blick". Zudem habe Kneissl zu ihrem Geburtstag ein Mosaik-Porträt ihres Hundes "Winston" erhalten. "Eine tolle Überraschung", freute sich die Wahl-Russin.
Kneissl wanderte zunächst nach Frankreich, dann in den Libanon und schlussendlich nach Russland aus. Schon in ihrer Zeit als Außenministerin sorgte sie für Aufsehen, weil an ihrer Hochzeit in der Steiermark im Jahr 2018 auch Kreml-Chef Wladimir Putin teilnahm.
Die 61-Jährige wird oft wegen russischer Propaganda kritisiert. So fiel sich auch zum Beginn des Ukraine-Krieges mit russlandfreundlichen Aussagen auf. Kneissl selbst bezeichnet sich als "politischen Flüchtling". In Österreich gebe es eine Hexenjagd gegen ihre Person. Es habe Morddrohungen gegen sie gegeben. Auch über ein faktisches Arbeitsverbot klagte die Ex-Ministerin.