Der "große" Wurf nach der Regierungsklausur in Mauerbach: Die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel soll halbiert, Brot, Milch und Co. dadurch endlich billiger werden. Allzu viel erspart sich ein Haushalt durch die fünf Prozent damit aber nicht. Und auch die genaue Liste dürfte alles andere als fix sein.
Solch eine wurde von der SPÖ zwar schon präsentiert – ein gewisses Lebensmittel, das für viele Österreicher aber Hauptbestandteil der meisten Mahlzeiten ist, fehlt: Fleisch. Umgehend rückten ÖVP und Neos aus, hielten fest, dass die Liste "nicht akkordiert" sei und erst noch ausverhandelt werden müsse.
Großen Nachbesserungsbedarf sieht naturgemäß auch Bauernbund-Präsident Georg Strasser: "Wenn man sich entscheidet, die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel zu senken, dann gehört österreichisches Fleisch selbstverständlich dazu", hält dieser fest.
Fleisch sei Grundnahrungsmittel und ein wertvoller Bestandteil einer gesunden Ernährung. Österreichisches Fleisch stehe darüber hinaus für höchste Qualität, nachvollziehbare Herkunft und Produktion unter höchsten Standards. "Unsere Bäuerinnen und Bauern leisten hier Tag für Tag verantwortungsvolle Arbeit, für Tierwohl, Sicherheit und Versorgung mit besten Lebensmitteln aus Österreich. Eine Entlastung muss die Lebensrealität der Menschen abbilden und gleichzeitig die heimische Versorgungssicherheit stärken."