Karner zu Gast in Ungarn

Heuer noch kein einziger Asylantrag im Burgenland

Innenminister Gerhard Karner hat seinen ungarischen Amtskollegen Sandor Pinter getroffen. Dabei zog er Bilanz über die Grenzschutzmaßnahmen.
Heute Politik
19.01.2026, 15:20
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Bei einem Treffen in der ungarischen Hauptstadt Budapest hat Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am Montag mit seinem Amtskollegen Sandor Pinter über den Kampf gegen die illegale Migration und das Schutzkonzept an der österreichisch-ungarischen Grenze gesprochen. Das gemeinsame Ziel der beiden ist es, die illegale Migration weiter gegen Null zu drängen.

2023 in den ersten drei Wochen noch mehr als 1.700 Illegale aufgegriffen

Zumindest im Burgenland scheint das bisher gut gelungen zu sein. So wurden in den ersten drei Kalenderwochen des Jahres 2023 noch rund 1.725 Menschen im Burgenland aufgegriffen. Beinahe ebenso viele Illegale stellten daraufhin einen Asylantrag in Österreich.

Aufgriffe und Asylanträge gingen massiv zurück

Im Vergleichszeitraum des Jahres 2024 waren es nur mehr 58 Aufgriffe und 17 Asylanträge, 2025 dann 223 Aufgriffe und 20 Asylanträge. In den ersten drei Kalenderwochen des heurigen Jahres gab es gerade einmal vier Aufgriffe und kein einziger Asylantrag. Diese Zahlen legte Karner gestern vor.

Grenzkontollen auch im Hinterland

Seit Mitte Dezember wurde eine Flexibilisierung zwischen den Kontrollen an den Grenzen, aber auch im grenznahen Bereich begonnen. Dadurch sei der "Kontrollgürtel" verbreitert worden, so der Innenminister.

Karner: Zusammenarbeit mit ungarischer Polizei wird fortgesetzt

Er kündigte an, dass die intensive Zusammenarbeit bei internationalen Einsätzen und im Rahmen der "Operation Fox" fortgesetzt wird. So unterstützen aktuell österreichische Polizeikontingente die ungarische Grenzpolizei bei der Sicherung der Außengrenze zu Serbien. Darüber hinaus sind österreichische und ungarische Kontingente im gemeinsamen Einsatz an der Grenze zwischen Serbien und Nordmazedonien und an der bulgarischen Außengrenze zur Türkei.

Rund 30 österreichische Polizisten kämpfen bei "Operation Fox" in Ungarn gegen Schlepper

Diese Einsätze werden bis auf Weiteres fortgesetzt. Rund 40 österreichische Polizisten sind dabei insgesamt im Einsatz. Auch die "Operation Fox" habe dazu beigetragen, dass die Schlepperrouten an Österreich vorbeiführen würden und die Schleppermafia Österreich meide, sagte Karner in Budapest. Im Rahmen der Operation zur Schleppereibekämpfung in Ungarn an der Grenze zu Österreich stehen rund 30 Austro-Polizisten im Einsatz.

"Gemeinsame Einsätze wichtiger Beitrag im Kampf gegen Schleppermafia"

"Die gemeinsamen internationalen Einsätze der Polizei werden konsequent fortgesetzt. Sie sind ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen die Schleppermafia und ein vorgelagerter Schutz der österreichischen Grenzen", betonte Innenminister Karner nach dem Treffen.

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