Zustimmung bei Überwachung

Mehrheit für strengere Asyl- und Sicherheitsregeln

Eine Mehrheit der Österreicher spricht sich laut Umfrage für strengere Asylregeln und mehr Überwachung im Sicherheitsbereich aus.
Newsdesk Heute
11.01.2026, 11:30
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Eine aktuelle, bundesweite Umfrage zeigt klar: Die Menschen in Österreich wünschen sich strengere Regeln bei Asyl und Sicherheit. Der "Themenmonitor" vom Innenministerium, durchgeführt vom Institut Ipsos, spiegelt die Meinung der Bevölkerung zu Asyl, Migration, Außengrenzschutz und anderen Sicherheitsfragen wider.

Viele machen sich Sorgen, vor allem wegen der Migration. Die Maßnahmen des Innenministeriums – etwa der Stopp beim Familiennachzug in bestimmten Fällen oder die konsequente Abschiebung – werden von der Mehrheit positiv gesehen.

Für die Umfrage wurden 1.245 Personen ab 16 Jahren zwischen 18. September und 6. Oktober 2025 befragt.

Konsequente Rückführungen

Die große Mehrheit ist für strengere Regeln im Asylsystem. 69 Prozent wollen konsequente Rückführungen bei abgelehnten Asylanträgen. Genauso viele sind dafür, dass es keine Asylanträge geben soll, wenn Schlepper für die Einreise nach Österreich genutzt wurden.

66 Prozent wollen, dass illegal Eingereiste sofort zurückgewiesen werden. 63 Prozent sehen in der Migration mehr Probleme als Chancen. 61 Prozent fordern weitere Einschränkungen beim Zugang zu Sozialleistungen für Asylwerber. 55 Prozent sprechen sich für einen Stopp oder zumindest eine Einschränkung beim Familiennachzug aus. Je älter die Befragten, desto stärker ist die Zustimmung zu härteren Regeln. Jüngere sind etwas zurückhaltender.

Auch beim Thema Fachkräfte gibt es klare Meinungen: 41 Prozent finden, dass Österreich im internationalen Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte aufholen muss. Vor allem Städter und Menschen mit höherer Bildung halten gezielte Zuwanderung von Fachkräften für wichtig.

Drei Viertel für Überwachung von sogenannten Gefährdern

Drei Viertel der Befragten sind für eine Überwachung von sogenannten Gefährdern. 76 Prozent befürworten die Überwachung von Hochrisiko-Personen. 85 Prozent sagen, dass diese Überwachung nötig ist, um Terroranschläge zu verhindern. Gleichzeitig ist es den Leuten wichtig, dass der Rechtsstaat gewahrt bleibt: 86 Prozent wollen einen guten Rechtsschutz und Maßnahmen gegen Missbrauch.

Auch bei der Videoüberwachung gibt es breite Zustimmung. 72 Prozent sind für mehr polizeiliche Überwachung an gefährdeten öffentlichen Plätzen. 84 Prozent glauben, dass dadurch Straftaten besser aufgeklärt werden können. 73 Prozent fühlen sich dadurch sicherer. Die Mehrheit (55 Prozent) sieht darin keinen oder kaum einen Eingriff in die Privatsphäre.

"Die Gefährderüberwachung ist eine moderne und zeitgemäße Methode zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus. Der Verfassungsschutz braucht zeitgemäße Werkzeuge, um die Menschen in unserem Land zu schützen. Die Gefährderüberwachung ist ein solches Werkzeug. Der eingeschlagene Weg einer harten und gerechten Asylpolitik zeigt Wirkung", so Innenminister Gerhard Karner.

Zwei wichtige Maßnahmen sind schon beschlossen: Die Überwachung von Gefährdern startet 2027, die Ausweitung der polizeilichen Videoüberwachung kommt mit Sommer 2025.

Gerade wird die nationale Umsetzung des europäischen Asylpakts vorbereitet. Die Bundesregierung hat in den letzten Jahren viele Schritte gesetzt, um die illegale Migration einzudämmen: Stopp beim Familiennachzug, neuer Grenzschutz, Arbeitspflicht und Grundkurse, Sachleistungskarte und Abschiebungen direkt nach Syrien oder Afghanistan.

So ist Österreich von einem Einzelkämpfer zum Vorreiter in Europa geworden. Der neue Asylpakt der EU sieht unter anderem mehr Schutz an den Außengrenzen, Registrierung von Migranten direkt dort, besseren Datenaustausch zwischen Behörden, Asylverfahren und Rückkehrzentren außerhalb Europas und mehr Effizienz beim Dublin-System vor.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 11.01.2026, 15:27, 11.01.2026, 11:30
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