Nach Syrien, Afghanistan

Kanzler sagt an: So viele Abschiebungen gibt es pro Tag

Bundeskanzler Stocker zieht im "Heute"-Interview erste Bilanz der Ampel-Abschiebepolitik. Gleichzeitig stellt er klar: "Wir werden weiter abschieben."
Nicolas Kubrak
30.11.2025, 20:25
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Der Kanzler will weiter abschieben. Bei seinem großen "Heute"-Comebackinterview sprach Christian Stocker über seine Operation, den Zustand der Regierung und wie er die drängendsten Probleme im Land lösen möchte.

"Überzeugt, dass wir Ruder herumreißen"

Wie eine "Heute"-Umfrage zeigt, sehen die Österreicher nicht mehr Migration, sondern die Teuerung als größtes Problem im Land. Der Kanzler zeigte sich zuversichtlich: "Ich bin überzeugt davon, dass wir die Kraft haben, das Ruder herumzureißen. Wir arbeiten gemeinsam am Aufschwung für Österreich."

Trotzdem bleibt auch Migration ein drängendes Thema. Stocker dazu: "Wir haben hier bereits sehr viel geschafft: "Wir haben die Asylzahlen massiv nach unten gedrückt, den Familiennachzug gestoppt und schieben nach Syrien und Afghanistan ab."

Harter Abschiebekurs

Tatsächlich hat Österreich seit dem Sommer die Abschiebepraxis deutlich verschärft. Heuer wurde erstmals seit Jahrzehnten wieder nach Syrien, Afghanistan oder Somalia abgeschoben. Argumente von Kritikern, dass die politische Lage in diesen Ländern zu fragil für Abschiebungen sei, überzeugen vor allem die ÖVP nicht: "Unsere Sorge gilt den Menschen in Österreich", betonte etwa Generalsekretär Nico Marchetti.

"Werden konsequent abschieben"

Österreich bringe derzeit 35 Personen außer Landes – die Hälfte davon zwangsweise, verriet der Kanzler im Interview. Außerdem erinnerte er, dass Österreich das einzige Land in der EU sei, das nach Syrien abschiebt. "Was wäre die Alternative? Sollen wir sagen, weil es nur ein paar sind, dürfen sie dableiben, obwohl sie kein Recht dazu haben? Für mich ist das keine Option. Wir werden weiter konsequent nach Syrien abschieben."

Auch der Afghane, der vor wenigen Tagen in Wien auf seine eigene Tochter eingestochen haben soll, soll außer Landes gebracht werden. Stocker: "Nach den Ermittlungen wird ein Aberkennungsverfahren der Staatsbürgerschaft und die Abschiebung eingeleitet. "

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