Gute Nachrichten für alle Balkan-Fans: Ein neuer Direktzug soll Wien über Budapest wieder direkt mit Belgrad verbinden – und das noch im ersten Halbjahr 2026. Damit könnte die Reise in die serbische Hauptstadt künftig deutlich einfacher und entspannter werden. Der Zug lässt Autos und Busse mit einer möglichen Fahrzeit von sechs Stunden weit hinter sich.
Laut Berichten soll die Verbindung in der ersten Jahreshälfte starten, fix ist das Ganze aber noch nicht zu 100 Prozent – denn bei den Details für den ungarischen und serbischen Streckenabschnitt gibt es noch offene Punkte.
Der Plan klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Statt umständlichem Umsteigen oder Bus-Marathon könnte man bald in nur rund sechs Stunden von Wien nach Belgrad fahren. Damit wäre der Zug eine echte Alternative zu Auto oder Flug – vor allem für alle, die günstig, bequem und klimafreundlicher unterwegs sein wollen.
Wie es heißt, soll es zwei tägliche Abfahrten von Belgrad Richtung Wien geben – und umgekehrt ebenso zwei Züge von Wien nach Belgrad. Heißt konkret: Mehr Auswahl, weniger Stress – und bessere Chancen, passende Reisezeiten zu finden.
Die Eröffnung der Strecke zwischen Budapest und Belgrad steht mittlerweile unmittelbar bevor. Die ersten Güterzüge rollen bereits am 27. Februar über die neue Strecke, spätestens zwei Wochen später soll der erste Personenzug folgen, so die jeweiligen Verkehrsminister János Lázar und Aleksandra Sofronijević unisono. Tickets für die Teilstrecke kosten 26 Euro.
Ein weiteres Thema auf der Agenda: Die Weiterführung des Zuges nach Wien. Von Belgrad nach Budapest benötigen die neuen, 200 km/h schnellen CRRC-Garnituren genau drei Stunden, nach Wien wären es dann weitere 2:40. Mit dem Auto würde die Fahrt über eine Stunde länger dauern – Grenzkontrollen nicht eingerechnet. Während die Ticketpreise für die Fahrt zwischen Budapest und Serbien schon fix sind, ist bislang noch nicht bekannt, wie viel zu den 26 Euro für die Fahrt nach Wien dazukommen.
Ganz ohne Haken geht es allerdings auf dem Weg in den Westbalkan nicht: Wer nach Serbien fährt, muss weiterhin mit Grenz- und Zollkontrollen rechnen – und die können je nach Reisetag und Andrang deutlich Zeit kosten. Gerade an Wochenenden und in der Ferienzeit sollte man deshalb eine Reserve einplanen.
Der Zug ist Teil eines größeren Projekts: Seit Jahren wird die Bahnstrecke zwischen Budapest und Belgrad modernisiert. Sobald sie komplett fertig ist, soll der Verkehr deutlich schneller und attraktiver werden.
Der Direktzug Wien – Belgrad wäre für viele Reisende ein echter Game-Changer. Noch sind aber nicht alle Details offiziell bestätigt – bis zum Start 2026 kann sich also noch etwas ändern.
Wer zu Beginn der Linieneinführung Wien - Belgrad eine Reise plant, sollte sich daher früh informieren, genug Zeit für Kontrollen einrechnen und bei Tickets/Reservierungen auf Updates achten.