Neos: "Nicht akkordiert"

Knalleffekt: Bablers Billig-Produkte sind gar nicht fix

Andreas Babler stellte eine Liste jener Waren vor, die von der Mehrwertsteuersenkung betroffen sind. Diese sei laut Koalitionspartnern aber nicht fix.
Michael Rauhofer-Redl
19.01.2026, 13:55
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Die Inflation kletterte 2025 auf satte 3,6 Prozent und fiel damit in Österreich merklich höher aus als in fast allen anderen Ländern des Euroraums. Das hielt die Statistik Austria am Montag via Aussendung fest. Bundeskanzler Christian Stocker zeigte sich in einem Statement dennoch davon überzeugt, 2026 das Ziel einer 2-Prozent-Inflation zu erreichen. Dafür werde die Bundesregierung "alle Anstrengungen übernehmen", versprach er.

Angesichts der steten Teuerungen, die Österreich seit Monaten überziehen, einigte sich die Bundesregierung auf die Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel.

Veröffentlichte Liste nicht mit Koalitionspartnern abgesprochen

Vizekanzler Andreas Babler ging am Sonntag in der ORF-Pressestunde – darin warf er Kritikern der Maßnahme Arroganz vor – auf einige Produkte ein, die ab 1. Juli günstiger werden sollen. Kurze Zeit später wurde die vermeintlich vollständige Liste enthüllt.

Dabei geht es um folgende Lebensmittel

  • Milch (inkl. laktosefreie tierische Milch)
  • Butter
  • Eier (von Hühnern)
  • Erdäpfel
  • Tomaten
  • Zwiebel, Knoblauch und Lauch
  • Karfiol und Kohlrabi
  • Salate
  • Karotten, Rüben und Knollensellerie
  • Gurken
  • Bohnen, Erbsen usw.
  • Anderes Gemüse (z.B.: Kürbis, Paprika oder Spargel)
  • Gemüse gefroren (z.B.: Erbsen, Spinat)
  • Äpfel/ Birnen frisch
  • Steinobst (Marillen, Kirschen usw.) frisch
  • Reis
  • Weizenmehl und Weizengrieß
  • Nudeln (ohne Füllung), Brot und Gebäck inkl. glutenfreies Brot
  • Speisesalz

Regierungsparteien treten auf die Bremse

Doch nur einen Tag später kommt zarter Widerspruch – und das ausgerechnet aus der eigenen Koalition. Denn im Zuge eines Pressetermins bezüglich der Inflationsbekämpfung erklärte Deregulierungsstaatssekretär Josef Schellhorn (Neos), dass die Liste "nicht akkordiert" sei.

Auch Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) hielt fest, dass der Warenkorb lediglich auf dem Tisch liege, er müsse aber mit den anderen Parteien noch ausverhandelt werden, erklärte sie.

{title && {title} } mrr, {title && {title} } Akt. 20.01.2026, 12:08, 19.01.2026, 13:55
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