Die Teuerung hat Österreich weiterhin fest im Griff! Im Jahr 2025 kletterte die Inflation laut Statistik Austria auf 3,6 Prozent. Damit fiel sie hierzulande merklich höher aus als in anderen Staaten des Euroraums. Um Abhilfe zu schaffen, hatte sich die Bundesregierung auf die Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel geeinigt.
In der ORF-Pressestunde am Sonntag stellte Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) dann bereits einige Produkte vor, die ab 1. Juli günstiger werden sollen. Nur wenig später war dann die ganze Liste da – zumindest vermeintlich. Denn am Montag kam dann doch alles anders. Im Zuge eines Pressetermins meinte Deregulierungsstaatssekretär Sepp Schellhorn (Neos), dass Bablers Liste "nicht akkordiert". Auch Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) hielt fest, dass die genauen Lebensmittel ausgehandelt werden müssen.
Dies sorgt bei der FPÖ für Empörung. Der freiheitliche Generalsekretär Michael Schnedlitz ortet den nächsten "Babler-Bauchfleck". Dass Babler offenbar eine Liste verkündet hat, ohne diese mit den Regierungspartnern abzustimmen, wirft für den Blauen Fragen auf. "Weiß in dieser Regierung eigentlich irgendwer, was der andere tut?", fragte Schnedlitz.
Dieser Vorfall sei ein "politisches Armutszeugnis", betonte der FPÖ-General. Die "Chaosregierung" könne "sich nicht einmal auf Einkaufsliste einigen", "wie soll sie da bei den großen Themen irgendetwas zustande bringen?", polterte der Freiheitliche. Laut Schnedlitz hätte die Bevölkerung "von diesem Kindergarten die Nase gestrichen voll".
Abschließend forderte der Freiheitliche Konsequenzen. Ihm zufolge sei die "Regierungskrise" längst zu einer "Staatskrise" mutiert. Diese müsse "sofort ein Ende haben". Der FPÖ-General wies darauf hin, dass Österreich in dieser Zeit Lösungen und Visionen brauche und keine "unfähigen Streithanseln auf der Regierungsbank".