Neos-Staatssekretär provoziert

"Bevölkerung beschimpft" – FPÖ will Schellhorn-Abgang

Es wird nicht ruhig um Sepp Schellhorn. Jetzt sorgt eine fragwürdige Äußerung von ihm erneut für viel Wirbel. Die FPÖ fordert seinen Rücktritt.
Heute Politik
08.01.2026, 12:00
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Und wieder einmal liefert Sepp Schellhorn, Neos-Staatssekretär für Deregulierung, einen Ausrutscher. Bei einer Pressekonferenz nach dem Ministerrat war er auf die miesen Vertrauenswerte der Regierung angesprochen worden. Schellhorn zitierte den Schriftsteller Thomas Bernhard, der den Österreichern unterstellt hatte, "auf die Mieselsucht" zu stehen.

FPÖ sieht "unfassbare Arroganz"

Heftige Kritik kommt am Donnerstag von FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz. Er spricht von "unfassbarer Arroganz und einem Schlag ins Gesicht jedes hart arbeitenden Österreichers". "Wenn es nach der Kaskade an Skandalen, vom Luxus-Audi über sein aufgeblasenes Büro auf Steuerzahlerkosten bis hin zum Entbürokratisierungs-Bauchfleck, noch eines Grundes bedarf, aus dem Schellhorn sein Amt sofort räumen muss, dann hat er ihn jetzt geliefert. Eine Entschuldigung bei den von ihm beschimpften Österreichern und sein gleich darauf folgender Rücktritt sind überfällig."

Heftiger Widerspruch zu Schellhorn

Die Aussage sei kein einzelner Fehltritt, sondern zeige die wahre Geisteshaltung dieser Regierung, so Schnedlitz. Sie sehe die Bevölkerung nicht als ihren Auftraggeber, sondern als "lästiges Störfeuer". "Die Menschen sind nicht 'mieselsüchtig', Herr Staatssekretär, sie haben schlicht und einfach die Nase voll von einer Regierung, die das Land an die Wand fährt."

Schnedlitz – "Regierung hat jede Legitimation verloren"

Die Bürger hätten Angst um ihre Zukunft, um die Sicherheit ihrer Kinder, um ihren Arbeitsplatz, um den Fortbestand ihres Betriebs und um ihren hart erarbeiteten Wohlstand. "Wenn die Antwort der Regierung darauf eine kollektive Beschimpfung ist, hat sie endgültig jede Legitimation verloren, an der es ihr ohnehin bereits von Anfang an gefehlt hat", so der FPÖ-Generalsekretär.

Kritik an "Systemparteien"

"Die Systemparteien machen tagtäglich mit ihrem Totalversagen das Leben der Menschen schlechter und wundern sich dann auch noch, dass sie ihnen dafür nicht zujubeln. Das ist nicht nur abgehoben und selbstherrlich, das ist eine Verhöhnung jedes Bürgers", poltert Schnedlitz. Und weiter: Während die Leute nicht mehr wissen, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen, sitzt Herr Schellhorn in seiner ministeriellen Wohlfühlblase auf der teuersten Regierungsbank aller Zeiten oder in seinem Luxus-Audi und sondert Beleidigungen gegen sie ab. Realitätsfremder und verpeilter kann man ja gar nicht mehr sein."

"Rücktrittsreif"

Aus all diesen Gründen sei Schellhorn endgültig rücktrittsreif: "Wer das eigene Volk derart verachtet, ist als Regierungsmitglied untragbar. Dieser Skandal beweist einmal mehr: Diese Verlierer-Koalition muss so schnell wie möglich abgewählt werden."

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