Ein Fahrfehler, ein heftiger Einschlag – und danach ganz viel Glück. Max Verstappen hat sich nach seinem Horror-Unfall beim Heim-Grand-Prix in Zandvoort zu Wort gemeldet. Der vierfache Weltmeister erklärt, wie es zum Crash kam und warum die Situation noch deutlich schlimmer hätte enden können.
Ausgerechnet bei seinem (vorerst) letzten Heimrennen in Zandvoort war für den Niederländer bereits in der Anfangsphase Schluss.
Auf der noch feuchten Strecke verlor Verstappen in der letzten Kurve vor der Start-Ziel-geraden die Kontrolle über seinen Boliden und krachte mit großer Wucht in die Streckenbegrenzung. Besonders brenzlich: Der Niederländer prallte ab und kam mitten auf der Strecke zum Stehen.
Nach dem Rennen übernahm Verstappen selbst die Verantwortung. "Es war ziemlich nass in dieser Kurve. Ich habe eine trockene Stelle gesehen und habe von dort wieder Gas gegeben, ziemlich viel Gas. Da hat es mich erwischt, so einfach ist das."
Der 28-Jährige wollte noch gegensteuern – ohne Chance. "Ich habe noch versucht, zu korrigieren. Aber da war es schon zu spät. Danach konnte ich nichts mehr tun und bin in die Wand geknallt."
Besonders brisant: Nach dem Einschlag befanden sich zahlreiche Konkurrenten unmittelbar hinter Verstappen. Der Red Bull war nach dem Crash zurück über die Strecke geschleudert worden. Mehrere Piloten mussten reagieren, um nicht in den Unfall verwickelt zu werden.
Das war auch Verstappen bewusst. "Es hätte viel schlimmer kommen können, weil da eine ganze Menge Autos hinter mir waren. Zum Glück ist alles gut ausgegangen."
Der Niederländer konnte sein zerstörtes Auto selbstständig verlassen und blieb bei dem heftigen Einschlag unverletzt. Das Rennen musste wegen der Trümmerteile und Bergungsarbeiten unterbrochen werden.
Für Verstappen endete damit ein ohnehin schwieriges Heim-Wochenende auf die bitterste Art. Schon zuvor hatte Red Bull nicht mit der Spitze mithalten können. Der Niederländer sprach anschließend von einer enttäuschenden Performance seines Teams. Besonders bitter: Es war vorerst Verstappens letzter Formel-1-Auftritt vor seinen Heimfans. Zandvoort verschwindet nach diesem Grand Prix aus dem Rennkalender.