Wird das Formel-1-Finale noch einmal spannend?
Für Max Verstappen verlief die Saison bisher nicht wie gewünscht. Mit 63 Punkten Rückstand auf den WM-Führenden Oscar Piastri hat er nur noch Außenseiterchancen auf den Titel. Grund dafür ist der schwache Saisonstart seines Rennstalls. Sein Bolide, der RB21, schien über weite Strecken nicht konkurrenzfähig zu sein.
Das änderte sich jedoch mit der Ankunft von Laurent Mekies. Der neue Teamchef brachte den Speed zurück und führte Verstappen nach der Sommerpause zurück in die Erfolgsspur. Der Niederländer adelte nun seinen neuen Boss und gab dabei auch einen Seitenhieb gegen den abgewanderten Christian Horner ab.
"Wir treffen die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit. Das hat früher manchmal gefehlt. Jetzt ist die Ausführung besser – und das macht den größten Unterschied", erklärte Verstappen vielsagend und übte damit Kritik an seinem ehemaligen Langzeit-Teamchef Horner.
Die magere Ausbeute aus den ersten Rennen, als der Australier den vierfachen Weltmeister noch betreute, waren bloß zwei Siege. Außerdem schaffte es der 28-Jährige nie, zweimal hintereinander aufs Podest zu fahren. Ein Beweis für die fehlende Konstanz seines Autos – und womöglich auch für schlechte Entscheidungen.
Nach der Sommerpause landete er hingegen in vier Rennen hintereinander auf dem Podium und gewann zwei davon. Seiner Meinung nach ist der Leistungsaufschwung nicht nur auf technische Updates, sondern vor allem darauf zurückzuführen, dass sein Team nun regelmäßig das Maximum aus dem Auto herausholt. Hauptverantwortlich dafür machte er Teamchef Laurent Mekies, der im Sommer Christian Horner abgelöst hatte.
Mekies hingegen wollte nicht über seinen Vorgänger urteilen und erklärte diplomatisch: "Sagen wir es so: Ich glaube, dass alle in Milton Keynes seit dem ersten Rennen bis heute extrem hart gearbeitet und nie aufgegeben haben, das Potenzial dieses Autos auszuschöpfen." Außerdem lobte er Verstappen und sprach ihm einen großen Anteil an der positiven Entwicklung zu. Der 28-Jährige habe "mit seiner Sensibilität dazu gedrängt", verschiedene Wege zu gehen. Schließlich hätten sie einen Weg gefunden, der ein wenig mehr Leistung freigesetzt habe. Sein eigener Anteil daran sei hingegen "gleich null".
Eine Wunderwaffe gebe es jedenfalls nicht. Auch auf mögliche "Was wäre wenn”-Gedanken wollte sich der Franzose nicht einlassen. "Es ist sehr schwierig, zurückzublicken und zu sagen, wo wir mit den Upgrades zu Beginn des Jahres aktuell stehen würden", erklärte Mekies und gab die Marschrichtung vor: "Wir blicken nicht zurück, wir blicken nach vorne."