Verzweifelte Mama fleht: "Kürzt die Sommerferien!"

Immer noch werden viele Schüler via Distance-Learning unterrichtet.
Immer noch werden viele Schüler via Distance-Learning unterrichtet.picturedesk.com
In einem offenen Brief spricht sich eine verzweifelte Mutter für eine Verkürzung der Sommerferien zugunsten der Schülerinnen und Schüler aus.

Die Wiener Mutter Sarah M. (Name von der Redaktion geändert) kann nicht mehr. Die derzeitige Lage mit Home-Schooling und Schichtbetrieb in den Schulen – und das ein Jahr nach dem Start der Pandemie – belastet sie und ihre Kinder dermaßen massiv, dass sie sich mit einem offenen Brief an die Lehrergewerkschaft wendet. Ihre Forderung: "Bitte, ich flehe Sie an, kürzen Sie die Sommerferien!"

Es gehe nicht nur um die psychischen und physischen Belastungen der Eltern mit Home-Office, Home-Schooling und die plötzliche Rolle als Lehrer-Ersatz. Daneben müsse auch noch gekocht werden: "Die Kinder essen so viel, dass ich teilweise meinen Laptop schon neben den Herd gestellt habe. Nicht zu vergessen die Vorbildfunktion beim obligatorische Gläschen Nerven-Wein ab 17 Uhr."

Genug Urlaub?

Ein Hauptproblem sieht Sarah M. auch im gesetzlich vorgeschriebenen Urlaub fünf Wochen im Jahr: "Falls die Osterferien verlängert werden sollten, wohin mit den Kindern, geschweige denn habe ich dann noch für den Sommer genügend Urlaub?"

Die meiste Arbeit sei bei den Eltern hängen geblieben, nicht den Lehrern. "Mir geht es um die Bildung unserer Kinder, der nächsten Generation! Es darf keine ganze Generation darunter leiden und/oder sogar die Schere zwischen den Gesellschaften noch weiter auseinander gehen. Das kann nicht im Sinne der Republik Österreich und der Lehrer sein", so doe "erschöpfte Mutter frei vom Nervenkostüm", wie sie sich selbst bezeichnet.

Der Fahrplan

Ob die Osterferien in den Schulen verlängert werden, steht bis dato noch nicht fest. Eine Verlängerung der Ferien dürfte angesichts der Corona-Lage im Land nicht ganz ausgeschlossen sein. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wird am Montag keine Lockerungen, sondern in einigen Regionen Verschärfungen verkünden. So wird man in Corona-Hotspot-Regionen verstärkt auf Ausreisetests setzen und auch zu Home Office in Betrieben raten, wo dies jedenfalls möglich ist. "Heute" berichtet über alle Details – hier ist der Fahrplan.

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