FP-Fans lassen sich durch Ibiza-Video nicht irritieren

Zwei Tage vor der EU-Wahl hat die FPÖ am Freitagabend ihre Wahlkampfschlussveranstaltung abgehalten, diesmal allerdings ohne Heinz-Christian Strache.
"Jetzt erst recht", lautete einmal mehr das Motto der Freiheitlichen Partei beim EU-Wahlkampfabschluss am Viktor-Adler-Markt in Wien-Favoriten, bei dem mehr der Ibiza-Skandal rund um Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus denn die bevorstehende EU-Wahl zentrales Thema war.

Wenig überraschend hat man sich inhaltlich vor allem auf Bundeskanzler Sebastian Kurz eingeschossen. Er habe die ÖVP-FPÖ-Koalition ohne Not gesprengt, sind sich sowohl die Parteimitglieder – allen voran EU-Spitzenkandidat Harald Vilimsky, Neo-Parteiobmann Norbert Hofer und der Ex-Innenminister Herbert Kickl – als auch die Anhänger der Freiheitlichen sicher.

Treue Wähler

"Eine schwache Stunde hat jeder einmal", "Das war ein gezielter Anschlag auf die österreichische Innenpolitik" und "Es ist eine Katastrophe, was sich hier abgespielt hat. Aber ich werde weiterhin die FPÖ wählen, weil ich überzeugter Österreicher bin" – so der Tenor bei den überzeigten Fans der Freiheitlichen, die sich von durch ein Video offenbar nicht irritieren lassen.

FPÖ-Wahlkampffinale am Viktor-Adler-Markt in Wien (Video: Heute.at, Georg Hitsch)

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Der freiheitliche EU-Wahl-Spitzenkandidat Vilimsky bezeichnet die Ibiza-Aufnahmen als "Atomschlag aus dem Ausland" gegen die FPÖ, der FPÖ-Nationalratsabgeordnete Robert Lugar ortet eine "Wahlmanipulation".

Harald Vilimsky beim FPÖ-Wahlkampffinale (Video: Heute.at, Georg Hitsch)

Der neu ernannte Parteiobmann Norbert Hofer gab sich angesichts der Nationalrats(neu)wahl im September zuversichtlich. Er werde sich im Wahlkampf präsentieren, wie man ihn auch schon vom Bundespräsidenten-Wahlkampf 2017 kenne, und sei nicht zu unterschätzen: "Vergessen Sie nicht, ich habe schon einmal mehr als zwei Millionen Stimmen gemacht. Das wird ein gutes Ergebnis", ist sich Hofer sicher.

Norbert Hofer beim FPÖ-Wahlkampffinale (Video: Heute.at, Georg Hitsch)

Während sich die Freiheitlichen also gegen den Bundeskanzler und gegen die "Verantwortlichen" der Ibiza-Aufnahmen einschwören, ortet Sebastian Kurz eine rote-blaue-Achse. In der ZIB2 hat der ÖVP-Chef von einer Kickl-Rendi-Koalition gesprochen. FPÖ und SPÖ würden parteitaktisch gegen ihn vorgehen und nicht an das Staatsganze denken.

+++ Österreichs Regierung inmitten der EU-Wahl in der Krise: Alle Entwicklung im Newsticker +++

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(ek)

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